Jülich: Rätselraten um Uran-Formstein

Jülich: Rätselraten um Uran-Formstein

Im Forschungszentrum Jülich (FZJ) lagert ein so genannter „Uran-Formstein”, der dem FZ Rätsel aufgibt.

Der Formstein befand sich dem Vernehmen nach zuvor in Privatbesitz und wurde im Zuge einer Nachlassauflösung 2001 an das Forschungszentrum übergeben. Ob er vielleicht aus dem Besitz eines Mitarbeiters stammt, wird untersucht.

Wie das FZJ am Freitag mitteilte, handelt es sich bei dem rund acht Kilogramm schweren Stein, der in etwa die Maße eines Backsteins hat und aus abgereichertem Uran besteht, nicht um Kernbrennstoff. Gefahr für Mensch und Umwelt besteht daher - selbst in unmittelbarer Nähe - nicht, hieß es. Abgereichertes Uran wird wegen seiner großen Dichte von etwa 19 Gramm/Kubikzentimeter -zum Vergelich: Eisen/Stahl hat etwa 7,9 g/cm³) - beispielsweise bei wissenschaftlichen Experimenten als Abschirmung eingesetzt.

Im Kontrollbereich

Seit Erhalt des Formsteins lagert dieser sicher und genehmigungskonform im Kontrollbereich des Forschungszentrums. Von der damals erfolgten Meldung an die Behörde (Bezirksregierung) sind keine schriftlichen Unterlagen mehr zu finden. Das Forschungszentrum untersucht derzeit, warum der Formstein im Jahr 2001 nicht ordnungsgemäß inventarisiert wurde.

Die vom Forschungszentrum unterrichtete Aufsichtsbehörde hat die Staatsanwaltschaft im Sinne einer „Sachverhaltsmitteilung” informiert, damit diese entscheiden kann, ob wegen der Aufbewahrung in einem Privathaushalt vor 2001 wegen eines möglichen Straftatbestandes ermittelt werden soll.

Das Forschungszentrum wird die Behörden nach Kräften unterstützen.