Linnich: Positive Bilanz zum Start der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich

Linnich: Positive Bilanz zum Start der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich

„Aus unserer Sicht haben wir zum Start einen sehr positiven Eindruck gewonnen und bisher auch nur positive Rückmeldungen erhalten.“ Dieses Erstfazit zog Jürgen Frenken, Konrektor der noch jungen Gesamtschule Aldenhoven-Linnich vor dem Linnicher Schulausschuss.

Die Phase des Heimisch-Werdens in dem Gebäude der Käthe-Kollwitz-Realschule ist sicherlich noch nicht zu Ende, aber die GAL, wie die Gesamtschule kurz getauft wurde, nimmt eine optimistisch stimmende Entwicklung.

Frenken stellte eine Schule vor, an der alles neu ist — für die 115 Kinder ebenso wie für das Kollegium. Das gelte, so Frenken, insbesondere für fünf der acht Lehrer. Sie haben in Aldenhoven ihre erste Stelle nach der Referendarzeit angetreten. Zum pädagogischen Personal zählen zudem zwei Sonderpädagoginnen, abgestellt mit 17 Stunden zur Betreuung der elf Förderschulkinder an der GAL, der Aldenhovener Pfarrer Charles Cervigne, der das Fach Evangelische Religion abgedeckt, ein mit sechs Stunden abgeordneter Kollege sowie Kolleginnen für den Bereich Arbeitsgemeinschaften (AG), die bei der Gemeinde Aldenhoven angestellt sind.

Die Kennenlern-Woche gleich zu Beginn diente nicht ausschließlich dazu, soziale Bindungen zu knüpfen, sondern nicht zuletzt auch, den Lernstand der Schüler abzurufen. „Wir müssen die Kinder da abholen, wo sie stehen“, sagte Frenken. So habe es sich gezeigt, „dass eine breite Spannweite an Vorkenntnissen vorhanden ist“. Der Stundenplan, vor allem mit der „Lernzeit“, setzt an dieser Unterschiedlichkeit an.

Bis auf Dienstag und Freitag, an denen der Stundenplan um die Mittagszeit endet, haben die Gesamtschüler einen „Ganztagsbetrieb“. Dazu gehört eine einstündige Mittagspause. Sie bietet neben der gemeinsamen Mahlzeit auch Möglichkeit zu chillen, also zu entspannen, oder zu spielen.

Als ausbaufähig schilderte Frenken das Angebot an AGs. Die bestehenden, von Fußball bis Badminton, von Töpfern bis Tanz und Theater, werden bestritten vom Kollegium und den beiden Kolleginnen von der Gemeinde. Das erfolgt ehrenamtlich, weil die Gesamtschule noch keinen „Topf“ besitzt, aus dem AGs von Externen honoriert werden könnten.

Als unproblematisch hat sich nach Frenkens Schilderung die Integration der elf Förderschüler erwiesen. Sie sind aufgeteilt auf die vier Klassen — Stärke 28 bis 29 Schüler. Mit zwei Sonderpädagoginnen sei die geforderte Zweitbegleitung dieser Schüler allerdings nicht zu leisten. Ein Los, das die GAL mit vielen Schulen teilt.

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