Jülich: Polizist und Filmemacher über Situation von Flüchtlingen

Jülich: Polizist und Filmemacher über Situation von Flüchtlingen

Junge Flüchtlinge: Manche haben es bis in unsere Region geschafft. Was haben sie hinter sich? Sie haben ihre Heimat und Eltern verlassen, sie sind gelaufen, haben gehungert, sich versteckt, ihr Leben Schleuserbanden anvertraut — und sind dabei doch Tag für Tag ihrem Ziel Europa ein Stück näher gekommen.

Die meisten schaffen es nicht, aber die Zahl jener, die es schaffen, wächst. Hinter jedem Einzelnen steckt ein Schicksal. Und alle haben ein Ziel: leben. Die Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich hat zwei engagierte Menschen eingeladen, die über die Situation der Flüchtlinge berichten: der Bundespolizist Knut Paul sowie die Aachener Filmemacher Michael Chauvistré und Miriam Pucitta.

Beruflich hat der Bundespolizist Knut Paul immer wieder die verzweifelte Situation der Flüchtlinge erlebt. Etwa, als er in der Grenzregion einen Lkw kontrollierte, der nach England unterwegs war und die Ladung aus Menschen bestand, die kurz vor dem Ersticken waren. In jedem von ihnen erkannte er „einen“ Menschen. Fortan haben ihn Menschen mit der Sehnsucht, endlich an einem Ort leben zu dürfen, nicht mehr losgelassen.

Die Aachener Filmemacher Michael Chauvistré und Miriam Pucitta wenden sich schon länger dem Thema zu. Mit 14 ausländischen und deutschen Jugendlichen drehten sie den Film „Um zu leben“. Die jungen Flüchtlinge spielen darin ihr eigenes Schicksal nach.

Am Mittwoch, 28. September, werden um 18.30 Uhr im Jülicher Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30, Knut Paul, Michael Chauvistré und einige der Beteiligten über ihre Erfahrungen erzäh-len und das Gespräch mit den Teilnehmenden suchen.

Neben Berichten und Gesprächen wird auch der 22-minütige Dokumentarfilm „Um zu leben“ gezeigt. Das Filmprojekt wurde mit Mitteln aus dem NRW-Landesprogramm Kultur und Schule gefördert. Neben anderen Spendern hat auch unsere Hilfsaktion „Menschen helfen Menschen“ zum finanziellen Gelingen des Projekts beigetragen.

Ein breites Interesse in der Bevölkerung ist erwünscht. Um Anmeldung zum kostenfreien Abend wird gebeten unter 02461/ 9966-0 oder eeb@kkrjuelich.de.

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