Jülich: Pinke Denkmal-Mützen am Frauentag in Jülich

Jülich: Pinke Denkmal-Mützen am Frauentag in Jülich

Zwei politisch aktive Jülicherinnen haben am Weltfrauentag nach eigener Aussage mit ihrer „Aktion ,Pussyhats‘ den feministischen Protest des Women‘s March aus den USA“ weitergetragen und sich mit allen Frauen weltweit solidarisiert, die für eine feministische Gesellschaft und gegen nationalistische Ideologien und rassistische Hetze einstehen.

Die pinkfarbenen Mützen (Pussyhats) sind seit dem Women‘s March in Washington ein Symbol für feministischen Protest. Sie waren kurze Zeit auch an ausgesuchten Stellen in der Herzogstadt zu sehen.

Emily Willkomm-Laufs und Marita Boslar von Bündnis 90/Die Grünen erklären das so: Überall in Deutschland stehen Denkmäler mit einer Gemeinsamkeit: Die meisten seien Männer. „Am Weltfrauentag wollen wir die Denkmäler in Jülich in Symbole für Gleichberechtigung und Freiheit verwandeln, indem wir ihnen knallpinke Pussyhats aufsetzen.“

Willkomm-Laufs weiter: „Weltweit sind feministische Errungenschaften in Gefahr. Darum setzen wir am Internationalen Frauentag ein deutliches Zeichen: für die Selbstbestimmung von Frauen und gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft.“

Marita Boslar: „Wir nehmen nicht hin, dass Nationalisten, Rechtspopulisten und Frauenfeinde die Zeit zurückdrehen wollen. Wir wollen, dass Frauen gleichberechtigt sind. Und wir kämpfen dafür, dass Mädchen und Frauen, Jungen und Männer ohne einschränkende Rollenklischees leben können. Noch immer verdienen Frauen im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer.“ Und Gewalt gegen Frauen und Mädchen sei alltäglich.