Aldenhoven: Pilgergruppe reist zu Fuß nach Trier

Aldenhoven: Pilgergruppe reist zu Fuß nach Trier

Mit der Aldenhovener Matthias-Bruderschaft hatten sich in diesem Jahr 21 Pilger zur Fußwallfahrt nach Trier zusammengefunden.

Pfarrer Rainer Müsers hatte die Gruppe für die Wegstrecke zum Apostelgrab des hl. Matthias mit einem Segensgebet und guten Wünschen verabschiedet. Bis auf einige Regenschauer war der Wettergott den Pilgern auf der sechstägigen Wallfahrt wohl gesonnen. Über die Etappen Hellenthal, Ormont, Schönecken, Biersdorf und Irrel erreicht man Trier nach 160 Kilometern.

Die Eifel zeigte sich „angemalt” in den typischen bunten Herbstfarben wieder von ihrer schönsten Seite. Über die abwechslungsreichen Wege war mitunter das eine oder andere Hindernis war zu überwinden. Trotzdem gab es auch freudige Ereignisse. In diesem Jahr konnten zwei Pilger unterwegs ihren Geburtstag feiern. Beide wurden morgens zum Frühstück mit einem Ständchen von der Gruppe besonders geehrt.

Ein unangenehmes Hindernis tauchte kurz vor dem Ziel in Trier bei dem sehr steilen Abstieg hinunter ins Moseltal auf. Quer über den Pfad lag ein mächtiger Baum, dessen Baumkrone man durchklettern musste. Abgekämpft und mit dem einen oder anderen Wehwehchen kam die Aldenhovener Pilgergruppe gegen 16 Uhr in der Matthias Abtei an und wurde dort von Pilgerpater Hubert und den Aldenhovener Buspilgern mit Präses Rainer Müsers begrüßt. Die Pilger wurden mit Applaus empfangen und zogen begleitet von festlichem Orgelspiel in die Abtei ein. Jedes Mal ist dieser Einzug ein bewegendes Ereignis.

Erinnerungstafel

Höhepunkt der diesjährigen Wallfahrt war mit Sicherheit die Überreichung der Erinnerungstafel der Aldenhovener Bruderschaft an Abt Ignatius, die beim der feierlichen Gottesdienst von Brudermeisterin Ingrid Lowis und Stellvertreter Heinz-Josef Neumann überreicht wurde. Die aus schwarzem Granit gefertigte Tafel trägt das Abbild der hl. Matthias, das Pilgerzeichen und die Inschrift mit den Daten der ersten Wallfahrt und dem Gründungsjahr der Aldenhovener Bruderschaft. In einer besonderen Kratztechnik hat der Aachener Künstler Eugen Windholz das Kunstwerk erstellt.

Während der Rückfahrt danke stellvertretender Brudermeister Heijo Neumann allen, die zum gelingen der Pilgerfahrt beigetragen hatten. In erster Linie nannte er dabei Brudermeisterin Ingrid Lowis. Ein besonderer Dank galt auch den ehemaligen Pilgern, die durch Geldspenden die Finanzierung der Ehrentafel ermöglicht hatten. Die Brudermeisterin verabschiedet in der Pfarrkirche Aldenhoven alle Pilger mit einem herzlichen Dankeschön für die Disziplin und tolle Gemeinschaft. Gegenseitig versprach man sich, im nächsten Jahr wiederum in der ersten Herbst-Ferienwoche zur 35. Pilger Wallfahrt aufzubrechen.

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