Pier: Pier: Die vier Glocken sind umgesiedelt

Pier: Pier: Die vier Glocken sind umgesiedelt

Die letzte Messe ist schon lange gelesen - im Mai 2008 - und am vergangenen Sonntag läuteten die Glocken der Pierer Pfarrkirche „Zur unbefleckten Empfängnis” zum letzten Mal. Am Donnerstag erlebten die vier Glocken, die am 28. Oktober 1956 geweiht wurden, dann ihren letzten großen Auftritt.

Für einen kurzen Moment herrschte noch einmal Leben in dem sterbenden Dorf, als die Klangkörper per Kran aus dem Turm der 1955 erbauten Kirche gehievt wurden.

Zahlreiche ehemalige Dorfbewohner hatten sich an der Ecke Hüttenstraße/Gracht versammelt, um den einst für emsig gesammelte Spenden angeschafften Glocken „Adieu” zu sagen. Mit Fotoapparaten und Videokameras wurde der historische Moment festgehalten, bevor die zwischen 243 und 950 Kilogramm schweren Glocken abtransportiert wurden.

Nach dem letzten Läuten hatten die Mitarbeiter einer Aachener Spezialfirma, die jetzt den Kran manövrierten, bereits die Klöppel entfernt und die ehemals übereinander hängenden Glocken schon auf eine Ebene gebracht.

„Der Klöppel steht sonst heraus und man kann die Glocken nicht aufsetzen”, so Matthias Merkens, ehemaliger Pierer Bürger und jetzt in Neu-Pier (Langerwehe) ansässig. Zuständig für das Inventar der Kirche ist die Pfarrgemeinde am „offiziellen Umsiedlungsstandort” in Jüngersdorf.

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