Jülich: Philomena ist ein Top-Talent auf der Blockflöte

Jülich: Philomena ist ein Top-Talent auf der Blockflöte

Das kann nicht jeder, schon gar nicht so beschwingt wie Philomena Pallaske. Die Gymnasiastin beherrscht das Spielen der Blockflöte wie kaum jemand in ihrem Alter. Die verdiente Belohnung für das monatelange Üben war die Teilnahme an der Bundesrunde von „Jugend musiziert”, die die Schülerin mit sehr gutem Erfolg abschloss.

„Das ist eine ganz andere Liga als Regional- oder Landeswettbewerbe”, sagte Philomenas Lehrerin Almuth Müller. Das lassen schon die Teilnehmerzahlen vermuten. In allen Altersklassen nahmen insgesamt 2073 junge Talente an den Regionalwettbewerben für das Instrument Blockflöte teil. Übrig blieben im Bund nur noch 220, NRW schickte für die Blockflöte in allen Altersklassen 15 Talente ins Rennen, eine davon war Philomena. In ihrer Altersstufe trat die Siebtklässlerin gegen 36 andere Kinder an.

Der Wettbewerb in Stuttgart sei eine aufregende Sache gewesen, meint die Schülerin. Kein Wunder, denn vor sieben Jurymitgliedern, allesamt außerordentliche Musikexperten, kann man schon einmal Bammel bekommen. Das tat Philomenas Spiel aber keinen Abbruch. Mit viel Feingefühl präsentierte sie vier Musikstücke. Die hochbarrocke Sonate von Johann Christian Schickhardt unterschied sich in ihrem Klang deutlich von Agnes Dorwarths „Nachtvögel” und „Flügelschlagen” aus dem Jahre 1953. Hier kamen die Spieltechniken der zeitgenössischen Musik zum Ausdruck. Wieder eine andere Klangsprache hatte das frühbarrocke Stück „Canzona seconda detta la Bernadinia” von Girolamo Frescobaldi. Von einer ganz anderen Seite konnte Philomena ihre Spielkunst bei dem Jazz-ähnlichen Stück „A little latin” von Geoffry Russel-Smith zeigen.

Dann musste die Schülerin auch noch drei Tage auf das Ergebnis warten. „Am Mittwoch habe ich mir dann schon Gedanken gemacht”, erzählt die Schülerin. Abends war dann endlich das lang ersehnte Resultat im Internet zu lesen. Mit ihrem „sehr guten Erfolg” hat Philomena so etwas wie den vierten Preis errungen. „Enorm” findet Almuth Müller das.

Die Musikschule Jülich hat mit Philomena wohl nicht das letzte Top-Talent hervorgebracht. Wer seinen Kindern das Erlernen eines Instruments ermöglichen möchte, hat auch für das kommende Schuljahr noch die Gelegenheit dazu. Bei den Musikzwergen, der Früherziehung, im Kleinen Orff-Orchester, beim Klavier- und Keybordunterricht, beim Cello-, der Quer- und Blockflöten- sowie beim Trompeten-, Posaunen- und dem Saxophonunterricht sind noch wenige Plätze zum 1. August frei. Dass sich der Unterricht lohnt, zeigt Philomena Pallaske. Aber auch hier gilt: Der Spaß steht natürlich im Vordergrund.

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