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Was wird aus den Gotteshäusern?: Pfarre Heilig Geist diskutiert über ihre Kirchen

Was wird aus den Gotteshäusern? : Pfarre Heilig Geist diskutiert über ihre Kirchen

Was passiert mit den Kirchen, wenn die Gemeinden immer kleiner werden? Eine Ausstellung und fünf Vorträge behandeln den künftigen Umgang mit Gotteshäusern. Veranstaltungsort ist die Propsteikirche.

Die Kirche im Dorf lassen – so lautet eines der bekanntesten deutschen Sprichwörter. Die Bedeutung des Spruchs bröckelt. Denn mit dem Schrumpfen der Kirchengemeinden stellt sich immer häufiger die Frage, ob Kirchengebäude in jedem Dorf noch sinnvoll und finanzierbar sind. In der Pfarrei Heilig Geist Jülich beschäftigen sich die verantwortlichen Gremien seit längerer Zeit mit diesen Problemen. Die „AG Heilig Geist Jülich 2030“ denkt intensiv über die Zukunft der Kirchen und aller pastoralen Gebäude nach.

Einige gelungene Beispiele zukunftsfähiger Nutzungen von Kirchengebäuden sind in der Wanderausstellung zusammengetragen worden, die vom 7. März bis zum 7. April in der Propsteikirche präsentiert wird.

Die Ausstellung ist geöffnet montags bis samstags von 9 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die ausgestellten Ergebnisse des Wettbewerbs „Kirchengebäude und ihre Zukunft“ der Wüstenrot-Stiftung machen – so heißt es in einer Mitteilung von Heilig Geist – deutlich, dass es andere, bessere Alternativen, als die Schließung von Kirchengebäuden geben kann.

Die Eröffnung der Ausstellung „Kirchengebäude und ihre Zukunft“ erfolgt am Samstag, 7. März, um 12 Uhr in der Propsteikirche Jülich mit Impulsvorträgen von Dr. René Hartmann, Wüstenrot-Stiftung, und Architekt Bernhard Stenmans, Bistum Aachen, Fachbereich Bau- und Denkmalpflege. Anschließend sind alle Interessierten zu Gesprächen eingeladen.

Die Kirchengemeinden im Bistum Aachen verfügen über einen reichen Schatz an Kirchengebäuden. Sie zu erhalten, ist für die Kirchengemeinden und auch das Bistum eine gewaltige Aufgabe angesichts des schwindenden Interesses an kirchlichen Angeboten.

Vier weitere Termine

Vier weitere Vorträge folgen, alle beginnen um 19 Uhr in der Propsteikirche: Prof. Dr. Norbert Schöndeling, TH Köln, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege, spricht am 12. März über das Thema „Kirchengebäude im Wandel – Ein Spiegel von Kirche und Gesellschaft“.

Am 20. März ab 19 Uhr referiert Alt-Bürgermeister Dr. Peter Nieveler in der Propsteikirche zum Thema „Dorfkirchen – Soll und kann die Kirche im Dorf bleiben?“.

Prof. Dr. Stefanie Lieb vom Kunsthistorischen Institut der Uni Köln hat am 25. März das Thema „Zukunft für moderne Kirchenräume – am Beispiel der Kirchen von Gottfried Böhm“. Den Abschluss bildet der Vortrag des Jülicher Historikers Guido von Büren am 2. April unter der Überschrift „Umnutzung von Kirchen – wohin mit dem Kircheninventar?“

(red)