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Finale der Sportwoche in Lich-Steinstraß: Partie auf Augenhöhe, trotzdem ein klarer Sieger

Finale der Sportwoche in Lich-Steinstraß : Partie auf Augenhöhe, trotzdem ein klarer Sieger

Im Finale der Sportwoche in Lich-Steinstraß hat sich beim Überraschungsfinale der SV Siersdorf mit 3:2 gegen Aldenhoven/Pattern durchgesetzt.

Seit 1993 organisiert der FC Germania Lich-Steinstraß eine Sportwoche mit integriertem Sommerturnier. Die Veranstaltung wird inzwischen als fester Bestandteil der Kultur und des Zusammenlebens im Dorf wahrgenommen. Auch wenn zwei Mannschaften ihre zugesagte Teilnahme kurzfristig zurückgezogen haben und das Wetter im Wochenverlauf manchmal zu wünschen übrig ließ, entwickelte sich das traditionelle sportliche Ereignis in seiner 26. Auflage zu einem Erfolg.

Zum Auftakt des Finaltags erlebten die Zuschauer ein zwar torloses aber dennoch höchst interessantes Einlagespiel zwischen den Gastgebern und dem Aufsteiger in die Bezirksliga SV Kurdistan Düren. Höhepunkt war freilich das mit Spannung erwartete Endspiel, das in dieser Konstellation kaum jemand erwartet hätte. Die Lokalrivalen aus der Kreisliga B, der SV Aldenhoven/Pattern und der SV Siersdorf, hatten sich im Verlauf der Turnierwoche beide gegen teils höherklassige Gegner durchgesetzt. „Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe“, schätzten Aldenhovens Neu-Coach Renardo Schiffer und Siersdorfs Trainer Firat Koyun unabhängig voneinander die Ausgangslage ein – sie sollten Recht behalten.

Von der ersten Minute an entwickelte sich eine temporeiche Auseinandersetzung mit stetig wechselndem Ballbesitz. Die Siersdorfer entwickelten in der Anfangsphase mehr Drang zum Tor und gingen fast zwangsläufig nach einer Ecke in der 8. Spielminute in Führung. Auch das 2:0 fiel nach einer Standardsituation. Bei einem präzise herein geschlagenen Freistoß machte die Aldenhovener Abwehr keine gute Figur. Zwei schnelle Konter nach Abwehrfehlern reichten dem Schiffer-Team, noch vor der Pause zum unerwarteten Ausgleich zu kommen. Dass es auch in den Kreisligen raffinierte Momente gibt, zeigte sich Sekunden nach Wiederanpfiff.

Aldenhovens Stürmer zirkelte das Leder beim Anstoß sofort präzise in den oberen Winkel des gegnerischen Tors. Der Torwart ließ sich jedoch nicht überrumpeln und angelte sich den Ball, bevor er im Netz einschlug. In dem nun sehr ausgeglichenen Spiel fiel die Entscheidung in der 60. Minute – wieder war es ein Eckball, nach dem der Ball im Aldenhovener Netz landete. Schiedsrichterin Eva Kastenholz trug mit ihren Assistenten Felix Budweg und Dominik Mynarek an den Seitenlinien durch ihre umsichtige und souveräne Leitung wesentlich zum fairen Spielverlauf bei.

Famoser Schlussmann

Der äußerst sportliche Umgang miteinander mag wohl auch ein wenig damit zu tun gehabt haben, dass man sich kannte. Auf beiden Seiten liefen etliche Spieler auf, die in der vergangenen Saison noch gemeinsam bei Schwarz Weiß Titz in der Kreisliga A gekickt haben. Der Sieg der Siersdorfer geht in Ordnung und fiel nur wegen einiger Paraden des famos reagierenden Aldenhovener Schlussmanns Andreas Heitmann nicht höher aus.

Bei der Siegerehrung hob Germania-Sprecher Reiner Winters die hervorragenden Leistungen aller Teams im Verlauf der Sportwoche hervor und betonte, dass sich Sport und Vergnügen die Waage gehalten haben. Ein besondere Dank galt den beiden Schirmherren Herbert Massmann und Josef Tirtey.

(jago)