Jülich: Ortsvorsteher fordern starken Bauhof

Jülich: Ortsvorsteher fordern starken Bauhof

Zwei Dinge, und das Problem wäre kein Problem mehr: Hätte der Jülicher Bauhof deutlich mehr Personal oder die Stadt so viel Geld, dass sie sich Hilfe einkaufen könnte, stünde es um die Pflege von öffentlichen Bereichen wie Grünanlagen, Friedhöfen, Straßen oder auch den Winterdienst besser bestellt.

Beides - mehr Personal oder Fremdleistung - fordern 18 Ortsvorsteher der Stadt Jülich. Sie dürften die öffentliche Meinung hinter sich wissen. Schließlich sind die Ortsvorsteher vielfach erste Adresse, wenn Bürger Klagen über mangelhafte Pflegeleistung anbringen wollen.

Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel erklärte, dass der Bauhof ohnehin schon nach der Maxime verfahre: Erst die Pflichtaufgabe, dann die freiwilligen Leistungen.

Wie angespannt die Personalsituation im Bauhof tatsächlich ist, verdeutlichte eine Zusammenstellung, die die Verwaltung dem Stadtrat vorlegte. Weil Oktober 2009 „zusätzlich zwei Gärtner im Bereich Unterhaltung zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherungspflicht eingesetzt” werden und die Grünpflegekolonne für Koslar, Barmen, Broich, Merzenhausen und Bourheim auf einen Mitarbeiter reduziert wurde - seine beiden Kollegen werden bei Baumkontroll- und -schnittarbeiten benötigt -, wird die Personalstärke, die zum Erhalt der Mindeststandards in der Grünflächenpflege notwendig ist, um 10,1 Stellen unterschritten. Die „Pflegedefizite sind derzeit überall sichtbar”.

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