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Kirchberg: Ort zur stillen Einkehr im Dorfmittelpunkt

Kirchberg : Ort zur stillen Einkehr im Dorfmittelpunkt

Das Erscheinungsbild ist unaufdringlich und bescheiden, die Farbe von unschuldigem Weiß. So wie die katholische Kirche die Gottesmutter Maria verehrt, zeigt sich die neue Marienkapelle auf dem Dorfplatz im Jülicher Stadtteil Kirchberg, die am Freitag eingesegnet wurde.

„Vollendet ist das große Werk, der Schöpfer siehts und freuet sich”, rezitierte Achim Cormann Joseph Haydns „Die Schöpfung”, als er einleitend einen Überblick über die Etappen von der Planung bis zur Realisierung gab.

Kirchbergs Ortsvorsteher Herbert Johnen und Hans Boos als Vorsitzender des „Verein zur Pflege des heimatlichen Brauchtums” würdigten die Verdienste des verstorbenen Servatius Lambertin, der Initiator und treibende Kraft des Kapellen-Projekts gewesen sei. Es handelt sich um eine „verkleinerte Ausgabe der Originalkapelle”, die Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und im Krieg zerstört worden war.

Pastor Dr. Peter Jöcken vollzog die Einweihungszeremonie im Rahmen einer Maiandacht und kündigte an: „Wir wollen dieses Heiligtum in unsere pfarrlichen Dinge einbeziehen und eine lebendige Stätte des Gebetes daraus machen.”

Eine Umsetzung erfolgt bereits beim Fronleichnamszug, bei dem hier ein Altar errichtet wird. „Auch die, die vorher skeptisch waren, sind nun begeistert”, dankte Johnen den Sponsoren für die Hilfe und allen an der Ausführung beteiligten Personen.

Damit kommende Generationen den Ort zur stillen Einkehr und als Mittelpunkt des dörflichen Lebens nutzen können, hoffen die Verantwortlichen, dass er von Vandalismus verschont bleibt. Bürgermeister Heinrich Stommel gratulierte zur Aufwertung des Dorfmittelpunkts.