Kofferen: „One Man Band“: Blues-Musiker Stephan Ebel begeistert im Pub

Kofferen : „One Man Band“: Blues-Musiker Stephan Ebel begeistert im Pub

Gäste, die an diesem Abend den Irish Pub „McMüllers“ betraten, hatten womöglich den Eindruck, dass eine ganze Band im Pub Stimmung machte. Es handelte sich jedoch um einen einzigen Musiker, der Kofferen mit Blues versorgte. Die Rede ist von Stephan Ebel, bekannt unter seinem Künstlernamen „McEbel“. Auf seiner Tour durch Deutschland verschlug es ihn am zehnten Tag ins ländliche Kofferen.

Was ihn von anderen Blues-Künstlern abhebt? Er ist eine sogenannte „One Man Band“, das heißt, er spielt und singt komplett alleine. „Darf ich Ihnen die Band vorstellen? Es sind alle Musiker auf der Bühne“, begrüßte er lachend die Anwesenden und legte direkt mit „I’m ready“ von Muddy Waters los. Seinen Gesang begleitet der Hamburger Musiker mit zwei Gitarren, einer großen und vielfältigen Auswahl an Mundharmonikas und einer Foot Drum. Bei der Foot Drum handelt es sich um ein kleines Schlagzeug, das nur mit den Füßen bedient werden kann.

Das Zusammenspiel dieser Instrumente konnte sich durchaus sehen, beziehungsweise hören lassen. Der Ansicht waren auch die Gäste, die jede Einlage des Künstlers mit einem großen Applaus belohnten. „Da fall ich gleich vom Hocker!“, rief Hans-Herbert Schöpgens begeistert. Der Klavierrestaurator aus Linnich ist ebenfalls begeisterter Musiker. „Gut, dass ich noch hier geblieben bin“, sagte er begeistert. Der Künstler ist gleichermaßen zufrieden. „Heute Abend haben wir ein super Publikum. Sie sind alle sehr aufmerksam“, sagte Ebel.

Neben Musik auch Anekdoten

Doch gab Stephan Ebel nicht nur Musik zum Besten, für die Pausen zwischendrin konnte er viele Anekdoten erzählen. Während er die richtige Mundharmonika aussuchte, erzählte er beispielsweise von den Heidschnucken der Lüneburger Heide, in der der Blues-Musiker zurzeit lebt.

Wieso er sich genau für Blues entschieden hat? „In den 70er Jahren hörte ich zum ersten Mal Blues und war sofort angefixt“, erklärte Ebel. „Außerdem komme ich aus der Stadt des HSV, da liegt Blues nahe“, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu.

(ikr)