Jülich: Oldies, frisch wie am ersten Tag

Jülich: Oldies, frisch wie am ersten Tag

So stimmungsvoll wie es bei der jüngsten Jamsession des Jülicher Jazzclubs im Café Fleur zuging, fühlte man sich glatt ins French Quarter von New Orleans versetzt. Klaus (Schorsch) Dieter George und seine „New Orleans Music Friends“ pflegen stilistisch einen lebhaften und authentischen New Orleans Jazz, der die vielen Zuhörer begeisterte.

Wenn Klaus Dieter George zur Klarinette greift, spielt er, wie auch seine Mitstreiter, mit Herz und Leidenschaft, und das kommt beim Publikum sofort an.

An der Seite von Klaus Dieter George an der Klarinette agierten Ben Buscher (Posaune), Lutz Eikelmann (Bass), Manfred Möhl (Banjo) und Dr. Wolfram Limberg (Schlagzeug). Sie sind allesamt Vollblutmusiker, die ganz im Geiste ihrer großen Vorbilder aus New Orleans ihren ursprünglichen Jazz zelebrieren.

Zu den Anfängen

Schon bei ihrem ersten Titel „Hindustan“, den Oliver G. Wallace und Harold Weeks verfassten, reisten sie ins Jahr 1918 zurück. Sie hatten eine Menge Juwelen aus den Anfängen der sogenannten „Musik der Schwarzen“ im Gepäck wie „Down in Honky Tonk Town“ aus dem Jahr 1916 oder „In the Shade of the Old Apple Tree“ von 1905.

Alle diese Stücke klangen frisch wie am ersten Tag, die Freunde des New Orleans verstandenen es ausgezeichnet, dieser alten Musik neue Impuls zu geben. Hinzu kam, das Ben Buscher mit seinem spontanen Humor die Session richtig gut auflockerte.

Wie immer wurde die Bühne nach dem ersten Set für Einsteiger freigegeben.

(Kr.)