Jülich: OGS-Ausbau in der Berliner Straße und in Koslar

Jülich: OGS-Ausbau in der Berliner Straße und in Koslar

Die Offenen Ganztagsschulen in der Stadt erfreuen sich reger Nachfrage. Die übersteigt inzwischen die angebotenen Plätze.

Eng ist es in den meisten Einrichtungen, eine besondere Raumnot wurde dem Schulausschuss aber im Mai für die Nordschule Berliner Straße und die Gemeinschaftsgrundschule West in Koslar dargelegt.

Hier hat die Verwaltung jeweils Erweiterungsbauten vorgeschlagen, die ziemlich ins Geld gehen und bis zu 600.000 Euro kosten sollen. Das schien den Kommunalpolitikern zu viel für drei neue Klassenräume (zwei in Koslar, einer in der Nordschule). Bei den weiteren Beratungen wurde für die GGS West eine Containerlösung ins Spiel gebracht.

Diese Variante würde nach Berechnungen der Verwaltung Kosten von rund 115.000 Euro verursachen, wenn der Übergangsbau gekauft würde. Zur Anschaffung von 90.000 Euro (Größe 70 Quadratmeter) kommen Nebenkosten von gut 25.000 Euro, die im Wesentlichen auf Fundament, Stromversorgung, Heizung, Wasser und Abwasser entfallen.

Diese Kosten entstehen auch, wenn der Container gemietet wird. Hier werden 1250 Euro pro Monat fällig. Die Stadt habe auch gute Erfahrungen mit „Mischlösungen“ gemacht: Die Container werden eine zeitlang gemietet und dann zu einem Restwert gekauft.

Dem steht als Alternative eine bauliche Erweiterung in Koslar gegenüber, bei der nach Angaben der Stadtverwaltung für zwei Klassenräume Kosten von 400.000 Euro entstehen.

Die Entscheidung trifft der Stadtrat in der nächsten Woche bei seiner Sitzung am Donnerstag, 30. Juni, ab 18 Uhr. Das gilt auch für die Aufstockung eines Gebäudes der Nordschule, das mit 200.000 Euro zu Buche schlagen soll.

An den fünf Grundschulstandorten in der Stadt hat es für das im August beginnende neue Schuljahr 395 Anmeldungen an den Offenen Ganztagsschulen gegeben. Vor einem Jahr waren es „nur“ 340.

(-vpu-)
Mehr von Aachener Zeitung