Jülich: Ökumenischer Feldgottesdienst: Bekenntnis zum Fußball und zu Gott

Jülich: Ökumenischer Feldgottesdienst: Bekenntnis zum Fußball und zu Gott

Wenn am Dienstag, 12. Juli, das 14. Jugend-Fußballcamp des SC Jülich 1910/97 beginnt, werden 60 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen vier und 15 Jahren im Karl-Knipprath-Stadion eine herrliche Woche verleben.

Nicht nur König Fußball wird dort regieren auch Spaß und Vergnügen mit einem bunten Freizeitprogramm sind angesagt. Die Kinder werden es dann vorleben, dass man über Nationalitäten und Religion hinweg Freunde werden kann, denn zu einer Gemeinschaft, so sagen Peter Kosprd und Hans Scheiba, die beiden „Väter“ der Ferienaktion, sollen sie zusammenwachsen.

Sie gipfelt am Samstagnachmittag in einem Familienfest, zu dem Eltern, Großeltern und Geschwister eingeladen sind. Auch dann stehen Spiel und Spaß ganz oben an und wichtig ist den Organisatoren, dass Kinder und Eltern dies miteinander erleben. Den Abschluss der Ferienwoche bildet ein ökumenischer Feldgottesdienst im Stadion, der um 17 Uhr beginnt und von Pfarrer Horst Grothe von evangelischen Kirchengemeinde Jülich und Pfarrer Josef Wolff von der katholischen Pfarrei Heilig Geist Jülich geleitet wird.

Auch wenn die deutsche Mannschaft im Halbfinale der Fußball EM an Gastgeber Frankreich gescheitert ist, soll in diesem Gottesdienst der Geist dieser EM, in der das deutsche Team als „la Mannschaft“ von sich reden machte und zu einer Gemeinschaft zusammenwuchs, noch einmal lebendig gemacht werden. Dieses „Wir-Gefühl“ will man auch in Jülich mit den Teilnehmern des Fußballcamps und allen, die sich im Glauben an den einen Gott verbunden fühlen, feiern.

Deshalb sind nicht nur die jungen Fußballer und ihre Familienangehörigen zu diesem Gottesdienst eingeladen, sondern alle, egal welche Religion oder Nationalität, die diesen Gedanken teilen, eingeladen.

Zum fünften Mal laden nun die Fußballer zu dieser Feier ein, die ebenfalls auf Initiative der beiden Fußballcamp-Organisatoren zurückgeht. „Als Trainer habe ich in meiner langjährigen Tätigkeit immer wieder erlebt, dass es für muslimische Mannschaftsmitglieder immer eine Selbstverständlichkeit war, zu beten. Ich finde, dass auch wir Christen mehr zu unserem Glauben stehen und ihn leben sollen. Dies war für mich der Grund, einen solchen Gottesdienst an das Ende der Ferienaktion zu setzen“, erklärt Peter Kosprd.

Er und sein Organisationsteam würden sich daher auch freuen, möglichst viele Gäste willkommen zu heißen, die auch nach der Feier bei einem kühlen Bier und Spezialitäten vom Grill gerne gesehen sind.

„Wir reden zu wenig miteinander und dies ist eine gute Gelegenheit, das zu ändern“, erklärte er abschließend.

(Kr.)