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Jülich: Objektgestalter gibt totem Material neues Leben

Jülich : Objektgestalter gibt totem Material neues Leben

Um die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt der hiesigen Region und Voreifel zu zeigen, wird seit gut zwei Monaten im Jülicher Brückenkopf-Park die Ausstellungsfläche der Tierpräparate im Jagd- und Forststand auf Initiative der Kreisjägerschaft Düren von Grund auf restauriert.

Buchstäblich mitten im Geschehen steht der Objektgestalter Hartmut Schmiese aus Mönchengladbach. Mit seinem Team erstellt er seit Wochen aufwändige Dioramen mit viel Liebe zum Detail für Landschaften und Lebensräume.

Schmiese entwickelte ein Konzept verschiedener natürlicher Lebensräume wie einen Eichenwald aus der Eifel, die Felsenlandschaft aus Nideggen, einen Auenwald sowie Feld, Wiesen und Hecken. Die Schwierigkeit hierbei war, den Übergang der einzelnen Lebensräume weitgehend harmonisch fließend zu gestalten, was dem Mönchengladbacher aber hervorragend gelungen ist.

Den Begriff „von Grund auf” darf man im übrigen wörtlich nehmen. Eine spezielle und eigens für den Ausstellungsraum konzipierte Unterkonstruktion soll verhindern, dass die Tierpräparate durch Mäusebiss Schaden nehmen.

„Vom Raum zum Detail, den leeren Raum zu beleben” und „dem Detail gerecht werden” - lautet das Motto des Künstlers, der bundesweit seine Aktionskreise zieht. Seit 1991 wirkt er als freiberuflicher Künstler, wobei ihm immer wieder die Mischung aus Natur und Theater fasziniert und reizt.

Ein Ziel bei der Arbeit im Brückenkopf-Park ist es auch, dem Betrachter der Dioramen die Illusion des realen Hintergrundes zu vermitteln. Hierzu wählte Schmiese heimische Landschaftsbilder, die er mit Acrylfarben auf Feuchtraumgipsplatten malte.

Zur endgültigen Fertigstellung des Ausstellungsraumes „Jagd und Forst” im Brückenkopf-Park werden nun noch Bäume, Felsenformationen und Waldlandschaften modelliert.

Ein Glanzpunkt wird die Nachbildung eines Fuchsbaus im Felsen. Blätter werden getrocknet, gebügelt, gefärbt und mit Draht wieder an Zweigen befestigt. Schilf und Moos sehen so täuschend echt aus, als würden sie noch wachsen. Es soll eben eine lebendig wirkende Darstellung werden.