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Niederzier: Niederzier: Zu viel Feinstaub in der Luft

Niederzier : Niederzier: Zu viel Feinstaub in der Luft

Die Feinstaubbelastung rund um Niederzier bleibt Besorgnis erregend.

Dass 2005 ein Luftreinhalteplan für Niederzier erstellt werden muss, sei immer wahrscheinlicher, so das Landesumweltministerium am Montag.

Feinstaub sind Kleinstteilchen, die nur mit empfindlichen Messgeräten nachgewiesen werden können. Sie können tief in die Lunge gelangen, langfristig eine Verengung der Arterien auslösen.

Die Messreihe rund um Niederzier läuft noch bis Ende des Jahres. Erst dann kann verbindlich gesagt werden, wie oft in der Gemeinde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten wurde.

„Dann werden wir die Quellen auswerten und Maßnahmen entwickeln”, so Carolin König, Sprecherin des Ministeriums.

Unter der Internetadresse http://www.landesumweltamt.nrw.de kann bis dahin täglich überprüft werden, wie hoch die Belastung mit feinen Stäuben rund um Niederzier ist.

Erstaunlicherweise schwanken die Werte erheblich. Während etwa am 15. September nachts nur fünf Mikrogramm gemessen wurden, waren es am 10. Oktober 69, ebenfalls nachts gegen ein Uhr gemessen.

„Feinstaub ist nicht nur ein spezielles Problem für Niederzier”, stellte Bürgermeister Hartmut Nimmerrichter fest. „Im Dreieck Aachen-Köln-Düsseldorf sind alle Kommunen betroffen.”

Bei Niederzier stehe lediglich die Messstation der Landesbehörde. Es deute vieles darauf hin, dass der Tagebau Verursacher der Feinstaubbelastung sei, aber bewiesen sei noch nichts.

Auch Straßenverkehr (A4) oder Landwirtschaft kämen in Frage. Nimmerrichter: „Im Luftreinhalteplan wird das alles zu untersuchen sein.”