Nideggen: Nideggen sucht Kontakt zum Bistum

Nideggen: Nideggen sucht Kontakt zum Bistum

Nach dem bekanntgewordenen Missbrauchsvorwurf gegen den verstorbenen früheren Pfarrer von Schmidt ist die Politik gefordert.

Sie wird sich mit der Frage beschäftigen müssen, ob dem Pfarrer, der 1959 zum Ehrenbürger ernannt wurde, diese Ehre wieder aberkannt werden muss. „Da muss man drüber nachdenken. Wir werden das in unserer Fraktion beraten”, so SPD-Fraktionsvorsitzender Wolf Dieter Keß.

Ähnlich äußerte sich auch Grünen-Fraktionsvorsitzende Gudrun Zentis: „Eigentlich müsste man ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt aberkennen”, so Frau Zentis, die aber ebenfalls zunächst Beratungsbedarf sieht. „Wenn der Vorfall nachweisbar ist, muss man die Ehrenbürgerschaft aberkennen, ansonsten gilt: Im Zweifel für den Angeklagten. Wir werden das auf jeden Fall diskutieren müssen”, reagierte FDP-Chef Udo Hensch.

Norbert Klöcker von den Unabhängigen spricht sich dafür aus, dass der Stadtrat sich mit dieser Thematik befassen sollte. „Kein Kommentar” war die knappe Auskunft von Erwin Fritsch, Vorsitzender der „Menschen für Nideggen”. Bürgermeisterin Margit Göckemeyer will am Mittwoch den Hauptausschuss informieren. „Ich werde auch das Gespräch mit dem Bistum suchen”, so Göckemeyer am Montag.

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