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Jülich: Neustart der Jülicher Rochusschützen vor dem Jubiläumsjahr

Jülich : Neustart der Jülicher Rochusschützen vor dem Jubiläumsjahr

Die St. Rochus-Schützenbruderschaft löst sich nicht im 199. Jahr ihres Bestehens auf, sondern steht mit neuem Vorstand vor einem kompletten Neuanfang.

Das ist die gute Nachricht der Jahreshauptversammlung mit Rekordteilnahme im Rochusheim. Aus Altersgründen trat der geschäftsführende Vorstand nicht mehr zur Neuwahl an. Das sind Helmut Vonderbank, der sich 41 Jahre im Vorstand — davon fast 25 Jahre als Brudermeister engagierte — seine rechte Hand Peter Sußmann, Schatzmeisterin Ulla Schmidt-Spitz und Geschäftsführerin Monika Erdmann.

Der neue Brudermeister Werner Lüttgen ist ein erfahrener Schütze und war lange Vonderbanks Stellvertreter. Eigentlich wollte der beruflich stark eingespannte Mann das Amt nicht übernehmen, war aber im Vorfeld bekniet worden. Auch Versammlungsleiter Karl-Josef Vonderbank sang ein Loblied auf Lüttgen und betonte wie sein Bruder Helmut „die große Chance den Neuanfangs“. Zur Frage: „Wer steht dir zur Seite?“, sicherten Vorjahresschützenkönigin Anke Brandt und Sandra Surma den Mitgliedern vor der Wahl des Brudermeisters ihre Bereitschaft zu, mit Lüttgen den Neustart zu wagen.

Bei einer Gegenstimme wurde der neue Brudermeister gewählt, ferner Anke Brand als Kassiererin und Sandra Surma als Geschäftsführerin. Erleichtert applaudierten die Schützenbrüder und -schwestern nach Klärung der Existenzgrundlage der Bruderschaft.

Dank an scheidenden Vorstand

„Wir brauchen nur drei Leute im geschäftsführenden Vorstand, um vertretungsberechtigt zu sein“, hatte Helmut Vonderbank vorab erläutert. Wie zuvor schon Karl-Josef Vonderbank, dankte der neue Brudermeister herzlich den scheidenden Vorstandsmitgliedern, die alle „weit über 30 Jahre hervorragende ehrenamtliche Arbeit geleistet haben“. Zur neuen Position sagte er: „Es war nicht mein großer Wunschgedanke, jetzt ist es aber vorbei, und ich muss damit leben“.

Für den Posten des Stellvertreters stellte sich noch niemand zur Verfügung. Die Frage darf aber in der nächsten Mitgliederversammlung geklärt werden, genauso wie die des Verantwortlichen für den Schießstand, für den zunächst die Schießmannschaft in der Pflicht steht. Zudem wurden vier Beisitzer gewählt: Im Amt bestätigt wurden Kevin Lüttgen und Tim Ritz, neu gewählt Georg Klose und Peter Ritz. Als Kassenprüfer wurde Hermann-Josef Buers bestätigt und Stefan Schlarbaum neu gewählt.

„Wir müssen uns erst mal einen Überblick verschaffen, aber wir werden alles zum Wohl der Bruderschaft gestalten“, versprach Lüttgen und unterstrich den Wert der Teamarbeit. Anke Brand betonte ihr Interesse an „der Unterstützung erfahrener Schützen“, vor allem natürlich die des alten Vorstands. Eine Einarbeitung für die neuen Amtsträger wird bei der Amtsübergabe erfolgen.

Das traditionelle Rochusmahl im März entfällt wegen der zu kurzen Vorbereitungszeit. Im Terminkalender steht bislang nur die Teilnahme am Bezirksbundesschützenfest in Neu-Pattern (Aldenhoven) am 28. April. Schwerpunkt der Terminplanungen des neuen Vorstandes wird das Schützenfest sein, vom Ergebnis wird der vorausgehende Königsvogelschuss abhängen.

Erfreut zeigte sich Lüttgen über den Kassenbericht, der „einen Gewinn verzeichnet, obwohl die Veranstaltungen nicht so gut besucht waren“ — und erwähnte bereits das Jubiläumsjahr 2019.

(ptj)