Neues Gewerbegebiet von Inden und Langerwehe an der A4

Gewerbegebiet an der A4 : Ein echtes „Leuchtturmprojekt“ für den gesamten Kreis Düren

Das neue, rund 50 Hektar große interkommunale Gewerbegebiet von Inden und Langerwehe an der A4 soll klima- und ressourcenschonend aufgestellt werden. Mit dem ersten Spatenstich ist allerdings erst in drei Jahren zu rechnen.

Indens Bürgermeister Jörn Langefeld (parteilos) spricht von einem „Projekt mit Potenzial“, sein Langerweher Kollege Heinrich Göbbels von einem „großen Tag für beide Gemeinden und die gesamte Region“: Inden und Langerwehe planen ein 50 Hektar großes, interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet in unmittelbarer Nähe zur A4. Partner sind RWE Power und die Indeland GmbH.

Das Besondere: Das Areal, das komplett auf dem Gebiet der Gemeinde Langerwehe liegt, soll ressourcenschonend und umweltfreundlich sein und sich an der Philosophie von Faktor X orientieren und damit zu einem echten Leuchtturmprojekt für die Region werden. Jetzt haben die beiden Verwaltungschefs, Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) und Jens Bröker, Geschäftsführer der Indeland GmbH, eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

„Wir wollen hier“, erklärt Göbbels, „eine Symbiose von Ökonomie und Ökologie schaffen.“ Für Jörn Langefeld stellt das geplante Gewerbegebiet ein „Alleinstellungsmerkmal für die Region“ dar. „Wir schaffen neue Arbeitsplätze und stellen uns mit dem Faktor-X-Gedanken auch für die Zukunft auf.“ Seine Gemeinde habe schon ein interkommunales Gewerbegebiet mit der Stadt Eschweiler. „Das funktioniert hervorragend, und wir freuen uns sehr, mit Langerwehe einen weiteren Partner gefunden zu haben.“

Ein Teil der Grundstücke des geplanten Gewerbegebietes, das unmittelbar an die neun Hektar große Fläche anschließt, die Langerwehe mit RWE und Indeland, aber ohne einen kommunalen Partner entwickeln will, gehört schon dem Bergbautreibenden, ein Teil muss aber auch noch angekauft werden. Jörn Langefeld: „Das macht es uns auch so schwer, genau zu sagen, wann es den ersten Spatenstich gibt. Wir hoffen aber, dass es in drei Jahren sein wird.“

Jens Bröker von der Indeland GmbH betonte, dass Faktor X für das Gewerbegebiet keine Interessenten ausschließe. „Genau das Gegenteil ist der Fall. Dass neue Gewerbe- und Industriegebiet so ressourcen- und klimaschonend wie möglich zu gestalten, soll ein gemeinsamer Prozess der Standortentwicklung sein.

Kein Unternehmer wird zu irgendetwas gezwungen. Gleichwohl wollen wir aber auch unser ‚grünes Gewissen’ deutlich machen.“ Vor allem im Prozess des notwendigen Strukturwandels ist das neue Industriegebiet ein wichtiger Faktor. Bröker: „Zukunftsfähige Flächenentwicklung, wie sie hier übrigens in einer perfekten Lage, vor allem, was die Verkehrsanbindung angeht, geplant ist, ist heute nur noch interkommunal möglich. Langerwehe und Inden sind also absolut auf dem richtigen Weg.“

Für Wolfgang Spelthahn ist die neue Gewerbefläche darüber hinaus auch ein wichtiger Beitrag für die Wachstumsinitiative des Kreises Düren, mit der die Einwohnerzahl der Region auf 300.000 Menschen erhöht werden soll. „Junge Familien wünschen sich eine gute Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum, eine optimale Versorgung mit Kita-Plätzen und zukunftsorientierte Arbeitsplätze. Alles bekommen sie im Kreis Düren.“

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