Drei Stelen bereichern Linnicher Friedhof: Neues Format der Bestattungen

Drei Stelen bereichern Linnicher Friedhof : Neues Format der Bestattungen

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Aufbahrungshalle auf dem Friedhof im Kernort Linnich wurden am Donnerstag drei Urnenstelen ihrer Bestimmung übergeben.

Im Beisein von Mitgliedern des Bau- und Liegenschaftsausschusses erinnerte Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker (SPD) an die Initiative des Arbeitskreises Friedhöfe, der 2017 den Anstoß gegeben hatte. Neben der klassischen Erdbestattung, dem anonymen Reihengrab und dem Streufeld sei die Bestattung in einer Urnenstele ein weiteres nachgefragtes Format. Die Stadt Linnich trage der wachsenden Nachfrage mit dieser Bestattungsform Rechnung.

Linnich sei, wie Ortsvorsteher Alfons Batsch (SPD) erwähnte, die letzte Kommune, die nicht über ein Angebot an Urnenstelen verfügte. Ein wenig skeptisch bewertete Batsch Material und Form der Stelen. Das Aussehen sei ein wenig gewöhnungsbedürftig. Er räumte aber ein: „Es gibt hässlichere.“

Mit der Einrichtung der Urnenstelen, gefertigt von der Firma Walz aus Villingen-Schwenningen, wurde auch die Friedhofsgebührensatzung geändert. Eine Urnenkammer kostet 2783 Euro. Nach Ablauf von 30 Jahren kann eine Erdbestattung der Urne erfolgen.

Jede der drei Stelen verfügt über 16 Urnenkammern. Bereits am Tag nach der Vorstellung der Stelen erfolgte die erste Beisetzung.

(ojo)
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