Aldenhoven: Neue Satzung soll Parkplatznot in Aldenhoven mindern

Aldenhoven: Neue Satzung soll Parkplatznot in Aldenhoven mindern

„Die Parkplatznot dürfte jedem bekannt sein“, eröffnete Bürgermeister Ralf Claßen im Gemeinderat die Debatte zur dringend erforderlichen Novellierung der Stellplatzsatzung, die mittelfristig den Parkplatzbedarf in der Gemeinde verringern oder zumindest nicht weiter verschärfen soll.

Aktuell liegt die Pkw-Quote in Aldenhoven mit 1,23 Fahrzeugen pro Haushalt aus Gründen der Mobilität im ländlichen Raum recht hoch. Die inzwischen zehn Jahre alte Stellplatzsatzung wird außerdem vom Kreis Düren im Rahmen der bauordnungsrechtlichen Genehmigungsverfahren aus Gründen der Rechtssicherheit und aus Altersgründen nicht mehr angewandt, so dass eine Neufassung dringend notwendig geworden war.

Massive Beschwerden aus der Bevölkerung befürchtet Udo Wassenhoven (SPD), falls bei Nutzungsänderungen Gewerbetreibende plötzlich in erheblichem Umfang die geforderten Stellplätze nachweisen oder die entsprechende Ablöse zahlen müssten, bevor überhaupt das erste Geld in der Kasse sei. Das wirke abschreckend auf Ansiedlungswillige.

Der dafür angesetzte Betrag von 4000 Euro pro Stellplatz ist nach Worten von Markus Herhut aus dem Bauamt der Gemeindeverwaltung ein Standardbetrag, der rund 80 Prozent der aktuellen Kosten beträgt, die für die Herstellung eines Stellplatzes zu veranschlagen sind. Als Alternativvorschlag wurde außerdem das Absenken von Bordsteinen ins Spiel gebracht, um neue Stellplätze zu schaffen, was insbesondere Dieter Froning (FWG) befürwortet. Bei einer Gegenstimme wurde die neue Satzung beschlossen.

(ahw)
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