Gut angenommen: Neuauflage des Classic-Festivals geplant

Gut angenommen : Neuauflage des Classic-Festivals geplant

Das erstmals veranstaltete Classic-Festival in Jülich soll eine Neuauflage erfahren. 2021 wird es soweit sein, mit leichten Änderungen im Programm.

Mehrere Monate liegt nun schon das erste Classic-Festival in Jülich zurück. Gerne erinnern sich Veranstalter, Organisationsteam, Teilnehmer und Besucher an die Woche voller Musik zurück. Wer sich für Musik begeistern kann, der hatte vielfältige Möglichkeiten: zuhören bei Meisterkursen, Konzerte in unterschiedlichster Besetzung und Begegnungen mit Dozenten und Studenten aus aller Welt.

Eingebunden in die Arbeit waren örtliche Ensembles und Schüler der Gymnasien der Stadt. Sie alle hatten in den verschiedensten Konzerten in verschiedensten Lokalitäten in Jülich ihren großen Auftritt. Zentrum des Lehrgeschehens war Haus Overbach, auch andere Institutionen, wie auch die Musikschule Jülich, stellten ihre Räume für die Probenarbeit, Workshops und Unterricht in den Meisterkursen zur Verfügung.

Den angereisten Dozenten und Studenten, unter anderem aus Italien und den USA, boten viele Jülicher Familien Unterkunft und Gastfreundschaft. Sie halfen auch bei dem notwendigen Shuttle-Verkehr mit den eigenen Fahrzeugen aus. Bei geselligem Beisammensein nach den Veranstaltungen wurde so manche Freundschaft geschlossen.

Positive Stimmung

Stimmen aus der Bevölkerung geben diese positive Stimmung und die Freude an dem Festival wieder. Einige Zitate beweisen dies. So spricht Dr. Rüdiger Urban, Vorsitzender des Fördervereins Festung Zitadelle, vielen heimatverbundenen Jülichern aus der Seele: „Es ist zu hoffen, dass die Resonanz so groß ist, dass wir in zwei Jahren wieder ein solches Festival erleben können und Jülich damit auf Dauer ein weiteres Alleinstellungsmerkmal bekommt: neben der historischen Festungsstadt und der wissenschaftlichen Forschungsstadt die internationale Kunststadt!“

Josef Vahsen aus Jülich schwärmt: „Eine geniale Idee, professionelle Umsetzung! Motivation und Begeisterung wächst durch gemeinsames Erleben. Musik verbindet über alle Grenzen, über alle Maßen.“ Und zum Konzert des Collegium Musicum mit den drei internationalen Solisten: „Ein in jeder Hinsicht beeindruckendes und bewegendes Erlebnis!“

Die Gefühle der jungen Teilnehmer brachte Atiye Eskiza emotional zum Ausdruck: „Beim Festival sind viele neue Freundschaften entstanden, und von den tollen Professoren haben wir sehr viel gelernt. Die Konzerte haben uns viel Freude gemacht, das Publikum war super. Und Jülich ist wirkliche eine schöne Stadt für ein solches Festival. Ich komme beim nächsten Mal wieder!“

Aber auch die Veranstalter und Initiatoren meldeten sich zu Wort. Der Festival-Manager Dennis Riesenberg brachte es mit seinem Ausruf nach dem Konzert in der Christuskirche deutlich zum Ausdruck: „Dies war einer der schönsten Tage meines Lebens!“ Zusammenfassend kommentiert Kathrin ten Hagen, Artistic Director der Veranstaltung: „Es war toll zu sehen, wie aus den langen Planungen tatsächlich ein so vielseitiges Festival mit wunderbaren Musikern, tollen musikalischen und zwischenmenschlichen Erlebnissen und einem großen Gemeinschaftsgefühl entstanden ist. Es waren sehr volle und spannende sechs Tage mit einigen Überraschungen und bleibenden Impressionen. Wir freuen uns auf das nächste Mal. Ganz herzlich möchten wir uns bei allen Unterstützern bedanken, die bei der Organisation der Konzerte und der Betreuung der Studenten und Dozenten geholfen, und sogar eine spontane Gartenparty für alle Festivalteilnehmer organisiert haben.“

Auch die 2. Auflage vom Classic-Festival Jülich wird wieder unter dem Leitstern „Classic music between generations and cutures“ stehen und die Schulen, die lokalen etablierten Ensembles der Stadt sowie internationale Teilnehmer und Dozenten aller Generationen mit einbinden. 2021 sollen die Anregungen von der Premiere aufgegriffen werden, das Orchester- und Chorprojekt soll bei den weiteren Festivals zwischen den drei Gymnasien rotieren, die Meisterkurse sollen zentralisiert werden, um den Shuttle-Service zu entlasten.

Für viele Interessierte waren die Events und die Termine der Veranstaltungen nicht rechtzeitig und deutlich genug veröffentlicht worden. Das Marketing soll deshalb verbessert werden, so dass im Vorfeld die Veranstaltungen und ihre Termine für alle rechtzeitig einsehbar sind.

Gemeinsame Konzerte

Die Einteilung in Proben, Unterricht und Abendkonzerte sollen beibehalten werden, ebenso die gemeinsamen Konzerte von Studenten und Dozenten. Neben den klassischen Musikinstrumenten wird beim nächsten Festival auch ein Gesangskurs angeboten.

Angedacht ist auch eine Studienberatung für Schülerinnen und Schüler, die kurz vor Schulabschluss und Studium stehen.

Es gibt große Pläne und schon jetzt eine große Vorfreude auf das zweite Classic-Festival 2021 in Jülich.

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