Körrenzig: Nadelöhr Rurbrücke: Nach der Sanierung ist die Querung eng

Körrenzig: Nadelöhr Rurbrücke: Nach der Sanierung ist die Querung eng

„Sollen wir mal nachmessen gehen?” - „Können wir gerne machen.” Zweifel und Gewissheit trafen in diesem Dialog während der jüngsten Sitzung des Linnicher Werksausschusses aufeinander. Streitfall war die Brücke über die Rur bei Körrenzig an der Nahtstelle zum Kreis Heinsberg. Nach monatelanger Sanierung ist das Bauwerk jetzt wieder für den Verkehr freigegeben.

Allerdings sind die Brückenzufahrten durch Betonpoller deutlich verengt worden. Ob das im Einklang mit dem Ausbaubeschluss geschehen sei, zweifelte Oetjen an.

Sowohl Frank Lüpkes vom Tiefbauamt als auch Hubert Kleinen (CDU), Landwirt in Körrenzig, versicherten, dass auftragsgemäß gearbeitet worden sei. Die Fahrbahnbreite betrage 2,20 Meter, allerdings messe der Abstand zwischen den Pollern an der Brückenzufahrt 2,62 Meter. Ausreichend, dass Rettungsfahrzeuge noch durchpassen. Dennoch: Wer nun auf die Brücke will, fährt automatisch langsam.

Ein anderes Problem stellt die neue Beschilderung dar. Sie lasse an einen Schildbürgerstreich denken, kritisierte Andrea Schmitz in einem Brief an die Redaktion. An beiden Brückenzufahrten steht ein blaues Hinweisschild: Von Brachelen aus kommend wird durch den weißen Pfeil links und den roten Pfeil rechts Vorrang vor dem Gegenverkehr signalisiert.

Irritierend ist hier allerdings die Haltelinie auf dem Asphalt. Die fehlt auf der Körrenziger Seite, obwohl dort ein weißer Pfeil rechts dem roten Pfeil links Vorrang gewähren soll, man also bei Gegenverkehr halten müsste. Das alles ist zumindest sehr gewöhnungsbedürftig.

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