Jülich: Nachwuchswissenschaftler auf der Schulbank

Jülich: Nachwuchswissenschaftler auf der Schulbank

Am Freitag ging die 46. Internationale IFF-Ferienschule am Forschungszentrum Jülich zu Ende. 260 Nachwuchswissenschaftlerinnen und —wissenschaftler aus 36 Ländern haben zwei Wochen lang die „Schulbank“ gedrückt und sich über funktionale weiche Materie informiert, ein vielseitiges Forschungsgebiet an der Schnittstelle von Physik, Chemie und Biologie.

Welche Polymere eignen sich für die Herstellung kostengünstiger und langlebiger Membranen für Brennstoffzellen? Wie lassen sich medizinische Wirkstoffe so verpacken, dass sie nur in bestimmten Geweben frei werden und andere Gewebe schonen? Wie können Schwärme von Mikro-Robotern kollektiv Aufgaben ausführen? Dies sind nur einige der Fragen, mit denen sich die diesjährige IFF-Ferienschule beschäftigte.

„Mit der Resonanz sind wir mehr als zufrieden“, resümiert Prof. Dr. Gerhard Gompper, Direktor am Institute of Complex Systems und am Institute for Advanced Simulation des Forschungszentrums und federführender Ausrichter der Ferienschule 2015. „Wir hatten weit mehr Anmeldungen als Plätze.“ „Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Programm sind sehr positiv“, weiß Organisator Michael Beißel aus der Institutsverwaltung zu berichten. „Viele von ihnen sind zum wiederholten Mal dabei gewesen — ein schönes Zeichen für uns.“

Die Ferienschule mit dem Thema „Funktionale Weiche Materie“ spannte einen Bogen von den theoretischen und experimentellen Grundlagen des Forschungsgebiets über moderne physikalische Methoden bis zu aktuellen Forschungsergebnissen und -projekten. Rund 40 Experten aus deutschen und europäischen Forschungsinstitutionen hielten die Vorlesungen. Campustouren ergänzten das Programm und ermöglichen den Nachwuchsforschern, experimentelle Einrichtungen und Labore verwandter Fachrichtungen kennenzulernen.