Jülich: Nachbarschaft im Jülicher Nordviertel lebendig gestalten

Jülich: Nachbarschaft im Jülicher Nordviertel lebendig gestalten

Zum Jahresbeginn wurde die Stadt Jülich aufgenommen in das Landesförderprogramm „Altengerechte Quartiere.NRW“ mit dem Projekt „Altengerechtes Quartier Jülich Nordviertel“.

Unter der Federführung des Amtes für Familie, Generationen und Integration soll bis Februar 2018 modellhaft erprobt werden, wie das Wohnquartier Nordviertel als Wohn- und Lebensraum im Alter weiterentwickelt werden kann. Stützpunkt der altengerechten Quartiersentwicklung ist das Stadtteilzentrum Nordviertel. Im Fokus der Quartiersentwicklung stehen insbesondere die Seniorinnen und Senioren, doch werden im Sinne einer demografiefesten Entwicklung des Quartiers zukünftig alle Generationen und Bevölkerungsgruppen im Nordviertel mit einbezogen.

Quartiersmanagerin Beatrix Lenzen lud Anfang November ein zur ersten Quartierskonferenz in das Stadtteilzentrum an der Nordstraße 39.

Zur Ideenwerkstatt eingeladen

Nahezu 20 eingeladene und im Nordviertel aktive Akteure aus den Bereichen Wohnungswirtschaft, Bildungseinrichtungen, Pflege, Therapie, Jugendsozialarbeit, Ehrenamtlichen Projekten, den beiden Kirchengemeinden sowie die beiden Vorsitzenden des Seniorenbeirats und Integrationsrates waren der Einladung zur Ideenwerkstatt gefolgt.

Torsten Bölting vom Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW führte im Rahmen seines Vortrages ein in den Masterplan „Altengerechte Quartiere.NRW“ des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter. Bölting hob hervor, dass alle teilnehmenden Kommunen die Umsetzung des Förderprogramms vor Ort individuell ausgestalten können. So verschieden wie die Menschen in NRW sind, so verschieden sind auch die Wohnquartiere.

Die städtische Quartiersentwicklerin Beatrix Lenzen informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die konzeptionelle Planung des Modellprojektes im Nordviertel und die bereits seit Jahresbeginn gemachten ersten Schritte der Umsetzung. Die partizipative Einbeziehung der Bevölkerung des Nordviertels ist ein wesentlicher Bestandteil des Projektes.

Im zweiten Teil der Veranstaltung moderierte Journalistin Helga Hermanns eine erste Ideenwerkstatt, in der die Akteure gemeinsam mit Bürgermeister Axel Fuchs und Dezernentin Doris Vogel verschiedenen Fragestellungen nachgingen. Was brauchen ältere Menschen im Nordviertel, um möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können trotz möglicher gesundheitlicher Einschränkung?

Wie kann eine lebendige Nachbarschaft zum Wohle aller Generationen gestaltet werden? Welche Verbesserungen sind erforderlich in den Bereichen Wohnen und Wohnumfeld? An vier Café-Tischen kamen die Diskussionspartner in immer wieder unterschiedlicher Besetzung zusammen, so dass jeder auch einmal eine andere Perspektive auf das Nordviertel einnehmen konnte.

Der Austausch in den Gesprächsrunden war sehr lebendig und ideenreich. Schnell war man sich einig darüber, dass das Nordviertel in den Bereichen Infrastruktur und Versorgung für den alltäglichen Bedarf gut aufgestellt ist. Entwicklungspotential wird gesehen im Bereich Nachbarschaftshilfe und im Miteinander der Generationen und Kulturen.

Ortsvorsteher Peter Schmitz und Beatrix Lenzen zeigten sich am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden mit den gesammelten Ideen und Kooperationsangeboten. „Im nächsten Schritt möchten wir einen ‚Runden Tisch Nordviertel‘ einrichten“, so Lenzen, „um gemeinsam mit der Bevölkerung und den Akteuren konkrete Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten und Ideen umzusetzen für die Gestaltung einer lebendigen Nachbarschaft im Nordviertel.“

Interessierte Bewohnerinnen und Bewohner des Nordviertels können sich informieren über das Projekt im Amt für Familie, Generationen und Integration bei Beatrix Lenzen, Telefon 02461/63239 oder E-Mail: BLenzen@juelich.de.