Nach Gasunfall in Siersdorf: Mühlenstraße gesperrt

Mühlenstraße für Verkehr gesperrt: Reparaturarbeiten nach Gasunfall in vollem Gange

Nach dem Gasunfall in der Mühlenstraße vor rund zwei Wochen sind die Reparaturarbeiten immer noch in vollem Gange. Für den Verkehr ist die Mühlenstraße ab dem Kreisverkehr nach wie vor gesperrt. Wie lange das noch so bleiben wird, hängt auch vom Wetter ab.

„Im Idealfall ist die Straße in einer Woche wieder befahrbar“, teilt Gerhard Hülsemann mit, Sprecher der Thyssengas GmbH. Sollte es in den kommenden Tagen aber besonders stark regnen, könne es auch noch bis zu zwei Wochen dauern.

In der Nacht zum 28. Januar war es in Siersdorf am Kreisverkehr an einer Erdgasleitung von Thyssengas zu einem Schaden gekommen. Die Straße riss auf, Gas trat aus, Dreck und Steine flogen meterweit. Auch Wasser- und Gasleitungen wurden dabei beschädigt. Das in der Mühlenstraße entstandene Loch im Boden verschluckte sogar ein Auto.

„Das war schon ein Erlebnis. Das möchte man nicht nochmal haben“, erzählt ein Anwohner und erinnert sich an die Evakuierung der Häuser und Wohnungen in den umliegenden Straßen. Betroffen waren fast 450 Personen, von denen viele in der Nacht bei Freunden und Verwandten untergekommen waren. Die restlichen rund 200 Leute hatten sich im Feuerwehrhaus eingefunden.

Die Mühlenstraße ist nach dem Gasunfall für den Verkehr gesperrt. Foto: Anke Capellmann

Mittlerweile hat sich die Größe des Lochs im Boden fast verdreifacht. Grund dafür: Es hätte nicht ausgereicht, die Grube einfach wieder zuzuschütten. „Es muss auch ein ordentlicher Untergrund für die Fahrbahn geschaffen werden“, sagt Hülsemann. Am Montag hat eine beauftragte Firma mit dem Verfüllen des Lochs begonnen.

Umfangreiche Untersuchungen, die nach dem Vorfall eingeleitet worden sind, laufen noch. Was die Ursache für den Gasunfall war, kann also immer noch nicht gesagt werden. „Wir hoffen, dass die Ergebnisse in drei bis vier Wochen da sind“, sagt der Thyssengas-Sprecher. Dann könne man auch sagen, ob die Schuld für das Gasleck wirklich bei dem Gasnetzbetreiber oder bei jemand anderem liege.

Das bestätigte auch Bernd Aulmann von Straßen NRW: „Die Ursachenforschung läuft weiter in vollem Gange. Keiner kann sich einen Reim darauf machen, wie das überhaupt passiert ist.“ Damit so etwas nicht nochmal passiert, gucken die Experten jetzt also ganz genau hin.

Schutt, Evakuierung und eine aufgesprengte Straße: Defekte Gasleitung führt zu Explosion

Noch am Tag des Gasunfalls hatte Thyssengas eine Hotline für betroffene Anwohner eingerichtet. Bislang seien die gemeldeten Schäden überschaubar geblieben. „Je nach Schadenshöhe haben wir schnell reagiert“, erklärt Hülsemann. „Bei größeren Summen prüfen wir zunächst den Anspruch.“ Alles Weitere sei dann Sache der Versicherung von Thyssengas.

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