Jülich: Nach der Insolvenz: Veteran soll „Zehner” aus der Krise führen

Jülich: Nach der Insolvenz: Veteran soll „Zehner” aus der Krise führen

Bei der Aachener Alemannia schlug die Suche nach dem neuen Sportdirektor hohe Wellen. 30 Kilometer östlich, in Jülich, wo in der deutsche Fußballgeschichte ein unverzichtbares Kapitel geschrieben wurde, vollzog sich dieser Akt ohne Wellenschlag.

„Heinz Osenberg ist in aller Stille seit Monaten als sportlicher Direktor für die 1. Mannschaft tätig”, freut sich Vorsitzender Michael Lingnau. Osenberg, Spieler der Goldenen Ära, als die „Zehner” drei Mal Deutscher Amateurmeister wurden, zögerte auf die Bitte um Hilfe keine Sekunde. „Ich bin fit genug, mit Herz und Verstand "Zehner", um mich einzubringen, schildert Lingnau die Reaktion des Fußballveteranen.

Nach der Insolvenz des Vereins hatte der Alt-„Zehner” nach eigener Schilderung „einen schwierigen Einstieg, weil hier keiner da war”. Aber es sei gelungen, junge ehemalige Jülicher Spieler zurück zu holen. „Das ist auch Ziel: Die Mannschaft soll wieder ein "Jülicher" Gesicht erhalten”, skizziert Lingnau die Zukunft. Das gelte in gleichem Maße für die 2. Mannschaft, die ein wichtiges Reservoir der „Ersten” sei.

Die Veränderungen nach dem Insolvenzschlag tragen offenbar schon Früchte. „Wir haben mit Heinz Osenberg wieder eine exzellente Verbindung zur Mannschaft”, schwärmt Jan Schayen, stellvertretender Vorsitzender. Das ist sicherlich von Bedeutung, um ein ideelles Ziel erreichen: „Im Jubiläumsjahr wollen wir besondere Aktivitäten entwickeln und ein Wir-Gefühl erzeugen - von der Jugend bis zum Leuchtturm, der 1. Mannschaft”, formuliert es Lingnau.