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Jugend musiziert online: Musikschulen gehen ungewöhnlichen Weg

Jugend musiziert online : Musikschulen gehen ungewöhnlichen Weg

„Jugend musiziert“ ist das renommierteste Musikförderprojekt Deutschlands. Alljährlich nehmen zahlreiche junge Musikerinnen und Musiker die Herausforderung an, sich der Bewertung durch eine hochkarätige Jury zu stellen. Wegen der Corona-Pandemie fand der Wettbewerb in diesem Jahr online statt.

Davon haben sich die jungen Musikerinnen und Musiker allerdings nicht abschrecken lassen, stolze 1000 Einsendungen wurden in diesem Jahr bewertet.

Auch die Musikschulen Düren, Aldenhoven und Jülich waren beim Wettbewerb vertreten und gingen in diesem Jahr in gemeinsamer Absprache einen ungewöhnlichen Weg. Federführend organisierte Bernhard Dolfus mit seinen Team Jörg Tetzlaff und Fee Heinrichs ein provisorisches Aufnahmestudio in der Aula der Musikschule der Stadt Jülich.

Eine ungewohnte Technik bot sich den sieben Schülerinnen und Schülern. Zwischen Mikrofonen, Stativen, Lautsprecherboxen und meterlangen Kabeln wurde coronakonform hintereinander gefilmt und tontechnisch aufgenommen. Gut vorbereitet und mit viel Herzblut zeigten die jungen Akteure ihre Kreativität und große Spielfreude. Anschließend wurden Ton- und Bildaufnahmen der Teilnehmer nachbearbeitet und rechtzeitig zum Einsendeschluss an Jugend Musiziert weitergeleitet.

Alle Beiträge wurden in Essen von der Jury in acht eingerichteten Studios der Folkwang Musikschule und der Philharmonie gesichtet und bewertet. Aus dieser ungewohnten Videowettbewerb-Premiere konnten folgende Preise an Düren und Jülich verliehen werden: Aus der Musikschule Düren konnte sich in der Altersgruppe II Felix Cuypers mit 23 Punkten an der Trompete und einem 1. Preis für den Landeswettbewerb qualifizieren. Magnus Arnold konnte sich mit 22 Punkten an der Trompete ebenfalls den 1. Preis sichern. In der Altersgruppe III erspielten sich die Querflötistinnen Lotta Pötter (Aldenhoven) 18 Punkte/ 2. Preis und Josephine Marie Schräer 16 Punkte/ 3. Preis. Am Klavier sammelte Julius Marx in der Begleitung 23 Punkte/ 1. Preis. In der Altersgruppe IV erzielte Kai Sachser an der Gitarre 15 Punkte/ 3. Preis.

Aus der Musikschule Jülich konnte sich unsere jüngste Teilnehmerin, Emily Guillon (Bild), an der Blockflöte die Höchstpunktzahl von 25 Punkten (1. Preis) sichern. Evelina Schneider (Altersgruppe II) konnte sich an der Blockflöte mit 23 Punkten (1. Preis) die Weiterleitung zum Landeswettbewerb erspielen. Ihre Ensemblepartner Pauline Schuldt am Klavier und Mark Guillon am Cello können mit je 23 Punkten (1. Preise) ebenfalls Erfolge verzeichnen. Ananya Safferling (Altersgruppe IV) erzielte an der Blockflöte 21 Punkte (1. Preis). Ihr Ensemblepartner Mark Guillon konnte sich 20 Punkte (2. Preis) sichern.

Die Lehrkräfte Almuth Müller (Blockflöte), Klaus Luft (Trompete), Birgit Bergk (Querflöte), Claudius Wettstein (Cello), Geo del Valle (Trompete) sowie die Ensemblebegleiterin Soline Guillon zeigten mit dieser herausragenden Leistung, dass die Kinder sich auch im online Unterricht weiterentwickeln und ihr Können, trotz Pandemie ausgebaut haben.

Andrea Nolte, Musikschulleiterin der Musikschule Düren, und Bernhard Dolfus, Musikschulleiter der Musikschule Jülich, gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich.