1. Lokales
  2. Jülich

Jülich: Musikschule hat die Jüngeren im Fokus

Jülich : Musikschule hat die Jüngeren im Fokus

Die Musikschule Jülich muss sich zum neuen Schuljahr auf einige gravierende Änderungen einstellen.

Der Haupt- und Finanzausschuss schloss sich jetzt dem Votum des Kulturausschusses an. Auch die Schulkonferenz hat die Änderungen mit Blick auf die angespannte Finanzlage - mit Bauchgrimmen - akzeptiert, wie die Verwaltung mitteilte. Ein interfraktioneller Arbeitskreis hat die Maßnahmen gemeinsam mit Schule und Verwaltung entwickelt.

Die städtische Musikschule wird zu einer „reinen Kinder- und Jugendmusikschule” entwickelt. Das heißt, die Einrichtung wird im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes tätig, zählt aber - wie das städtische Jugendheim und der Kulturbahnhof - nicht zu den Pflicht-, sondern zu den freiwilligen Aufgaben.

Das Entgelt für einzelne „Schülergruppen” wird angehoben. Vor allem Erwachsene müssen mehr zahlen. Der Elementarbereich wird von Erhöhungen ausgeschlossen, wie Dezernent Joachim Krause deutlich machte. Die Anhebung des Entgelts für den Instrumentalbereich belaufe sich auf drei bis 6,5 Prozent. Keinesfalls werde eine erneute Anhebung um 15 Prozent erfolgen, wie aus Reihen der Politik ins Feld geführt wurde.

Die Stundenzahl der Hausmeisterin wird von 13 auf das allernötigste Maß von nur noch vier Wochenstunden zurückgefahren. Sie wird dafür verstärkt im stadtgeschichtlichen Museum eingesetzt. Der Förderverein erklärt sich bereit, zunächst in diesem und im nächsten Jahr jeweils 2000 Euro zur Finanzierung der Ermäßigung für Einkommensschwächere beizusteuern.