Jülich: Musik, die direkt ins Herz und in die Beine geht

Jülich: Musik, die direkt ins Herz und in die Beine geht

Wer träumt nicht an diesen tristen Wintertagen von Sommer, Sonne und Karibik? Der Jazzclub Jülich hatte mit dem Trio „Latigno” das richtige Mittel zu Hand, das mit seinen heißen Rhythmen eine Sommerbrise durch das Jülicher Café Cortes wehen ließ.

Es sind Klänge, die sich immer wieder selbst neu erfinden, getränkt mit kubanischen und Afrobeat versetzten Jazzfacetten. Das junge Trio mit Adrian Wachowiak, Keyboard, Stuart Kemp am Bass und Björn Just, Schlagzeug, hatte sich mit Johannes Flamm (Klarinette, Saxophon) als Gast verstärkt. Die Vier hielten den Latin-Jazz-Kessel ganz schön unter Dampf.

Einfallsreich, einfühlsam und doch mitreißend kommt ihre Musik daher. Alle vier Musiker verfügen über eine professionelle Konservatoriumsausbildung, und ihre Sicherheit am Instrument, ihr präzises Timing und ihre Soli auf hohem Niveau waren atemberaubend.

Mit Tito Puente„s „Mambo inn” begann die musikalische Reise durch die Karibik in der überschäumende Rhythmen mit melancholischen Bossa Novas à la Antonio Carlos Jobim Hand in Hand gingen.

Besonders die Musik aus dem afrikanisch geprägten Kuba hat es der Band angetan. „Die Rhythmen, die Spontaneität und die Freiheit der Improvisation, die mir der Jazz lässt, zeichnen die Musik aus, die mir als Schlagzeuger natürlich besonders entgegen kommt”, erklärt Bandgründer Björn Just seine Leidenschaft für lateinamerikanische Rhythmen.

Die Funken ihres musikalischen Feuerwerks schlugen schnell ins Publikum über. Die Musik geht einfach in die Beine und ins Herz.