Jülich: Museum Zitadelle zeigt zeitgenössische Arbeiten

Jülich: Museum Zitadelle zeigt zeitgenössische Arbeiten

Zeitgenössische Kunst ist im Museum Zitadelle Jülich, das sich mehr der romantischen Tradition der Maler um Johann Wilhelm Schirmer verpflichtet sieht, eher selten zu sehen. Wenn es nun eine Ausstellung einem aktuellen Künstler, Prof. Erwin Gross aus Karlsruhe, widmet, ist dies kein Bruch mit der Ausstellungstradition, sondern ihre konsequente Fortführung.

Die Kunst Schirmers lebt noch heute fort, in Zitaten, Reflexionen aber auch Antithesen zeitgenössischer Malerei. Diese Malerei lehrt uns, unser Kunstbild zu überdenken und zeigt, dass Kunst mehr ist als die bloße Übertragung des Dreidimensionalen in das Zweidimensionale.

Die großformatigen Gemälde von Gross wirken auf den ersten Blick scheinbar banal, schon beinahe melancholisch. Bei näherer Betrachtung verstehen sie zu überraschen, durch ein Aufhaschen hier, ein Aufblitzen dort. Berührend und sensibel in ihrer filigranen Vielschichtigkeit regen sie den Betrachter zum Suchen, Entdecken und Überdenken an.

Sie regen an, sich mit dem Thema Landschaft auseinanderzusetzen, vor allem mit der Frage: Was ist Landschaft? Erwin Gross spielt mit dieser Frage und lässt sich damit in die Reihe der Landschaftsmaler und somit auch zu Schirmer einordnen.

Bei seinem Rundgang führt Stephanie Rupp schrittweise in die abstrakte Malerei von Erwin Gross ein. Dabei stehen die Fragen „Was sind Landschaft, Ästhetik und Kunst?“ und „Wie schaffen es Kunstwerke auf den Betrachter zu wirken?“ im Mittelpunkt.

Die Kuratorenführung durch die Ausstellung „Erwin Gross - Landschaften“ mit Stephanie Rupp am Sonntag, 18. August, beginnt um 11 Uhr. Treffpunkt ist der Infopavillon in der Zitadelle. Die Führung ist öffentlich und kostenlos, lediglich der Eintritt (4 Euro / ermäßigt 3 Euro) muss entrichtet werden.