Müntz: Müntzer Bürgerverein krempelt das Bürgerhaus um

Müntz: Müntzer Bürgerverein krempelt das Bürgerhaus um

„Mit diesem Umbau senken wir den Energieverbrauch, da wir nicht mehr den großen Saal für die Vereinstreffen beheizen müssen.“ So begründete Johannes Hintzen die vorerst letzte größere Baumaßnahme des vor zehn Jahren gegründeten Müntzer Bürgervereins, der sich seitdem um die Instandhaltung und Sanierung des Bürgerhauses kümmert.

Zurzeit krempeln Vereinsmitglieder gemeinsam die Ärmel hoch: Zwei Räume im Erdgeschoss des Bürgerhauses werden komplett umfunktioniert. Alte Türen werden ausgetauscht, Wasser- und Stromleitungen neu verlegt, eine moderne Abwassertechnik eingebaut, eine Wand durchbrochen und die in die Jahre gekommene Holzverkleidung entfernt. Tapete, Anstrich und Mobiliar werden ebenfalls erneuert. Bis Jahresende soll alles fertig sein.

Ein Raum soll Treffpunkt für Jugendliche bleiben, der andere dient als „gute Stube“ für Vereine und den Seniorenkreis. Bisher kamen Schützenbruderschaft, Frauengemeinschaft, Kirchenchor und Seniorenkreis stets im großen Saal der ehemaligen Schule zusammen, der Hunderte von Gästen fasst. Ihn in der kalten Jahreszeit für rund 40 Leute komplett aufzuheizen, ist eine riesige Verschwendung.

Im vergangenen Jahr gingen laut Ortsvorsteher Ulrich Goebbels fast 7000 Euro für Gaskosten drauf. Seit 2004 seien insgesamt über 50.000 Euro in die Wärme- und Schallschutzisolierung der Fenster, die Dachisolierung, den Brandschutz und eine Behindertentoiletten investiert worden. Hintzen, zugleich Mitarbeiter bei der Energie- und Wasser-Versorgungs GmbH (EWV) und Vorstand im Bürgerverein, bewarb sich mit dem gemeinnützigen Projekt im Rahmen der EWV-Aktion „Mitarbeiter packen‘s an“.

Der EWV-Jury gefiel das Müntzer Vorhaben, das als eines von insgesamt neun Projekten mit jeweils 2500 Euro gefördert wird. Die Mitarbeiter-Aktion läuft laut EWV-Pressereferentin Simone Kloubert bereits in der dritten Runde. „Ohne finanzielle Unterstützung können wir den Umbau nicht realisieren, der Zuschuss der EWV hat uns ein gutes Stück nach vorne gebracht“, freut sich Hintzen darauf, dass sich ab dem kommenden Jahr „Jung und Alt gemeinsam wohlfühlen können“.

(ptj)
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