Jülich: Motetten zur Fastenzeit von englischen Meistern

Jülich: Motetten zur Fastenzeit von englischen Meistern

Gut hat sich die Matinee zur Marktzeit in der Propsteikirche einmal im Monat etabliert. Viele Besucher nutzen diese halbe Stunde der Ruhe und Entspannung und genießen die gute Musik, die ihnen dort geboten wird.

Aus etlichen Konzertprojekten ist das Vokalensemble „cappellissimo“ in Jülich bereits bekannt, und auch die Matinee bestritt dieser Chor bereits einmal im vergangenen Jahr.

Als klassisches Doppelquartett in Sopran, Alt, Tenor und Bass haben sich die acht Sängerinnen und Sänger, die in Jülich krankheitsbedingt auf eine Sängerin verzichten mussten, 2004 unter der Leitung von Frank Gössel gegründet.

Aus verschiedenen Ensembles und Chören kannte man sich da bereits, doch sie alle wollten im kleinen Rahmen und solistisch mehr gefordert noch etwas tun. So treffen sie sich nun einmal monatlich zu sehr intensiver Probenarbeit und zur Vorbereitung ihrer Konzerte. Sie stehen stets unter einem bestimmen Thema, das sich meist um Musikliteratur der Renaissance rankt.

Gerade sie kommt dem kleinen Klangkörper sehr entgegen. Aus dieser Epoche heraus unternimmt das A-cappella-Ensemble seine Ausflüge bis in die Neuzeit hinein. Für ihre Matinee in Jülich hatten sie Motetten der englischen Meister zur Fastenzeit ausgewählt, denn auch der Advent ist im kirchlichen Kalender als Fastenzeit ausgezeichnet.

Mit Thomas Tollis „Heart the Voice And Prayers Oft he Servants“ eröffnete der Chor sein Konzert, das ausschließlich geistliche Musik zum Inhalt hatte. Von diesem Komponisten hatten sie drei weitere Stücke ausgewählt sowie William Byrd und mit Henry Purcell „Remember Not, Lord, Our Offences“ setzte das Ensemble einen großartigen Schlusspunkt unter ein hochkarätiges Konzert.

(Kr.)