Düren/Jülich: Monika Rütten bringt Gefühle auf die Leinwand

Düren/Jülich: Monika Rütten bringt Gefühle auf die Leinwand

Die Eröffnung der Ausstellung mit Bildern von Monika Rütten im Kreishaus Düren wurde beinahe selbst zu einem Kunstwerk. Saxophonist Martin Veenstra und Keyboarder Wolfgang Greiss unterhielten die Besucher der Vernissage mit Livemusik, und der Lyriker Manfred Michael Bohn trug zur Abrundung des offiziellen Teils sechs Gedichte vor.

Diese hatte er — von je einem der abstrakten Bilder Monika Rüttens inspiriert — geschrieben. Es waren teils Klangkaskaden, die ähnlich fließend waren wie die „Naturstruktur-Pigmentarbeiten“ der Künstlerin mit Jülicher Wurzeln.

Nach ihrem Produktdesign-Studium an der FH Aachen widmete Monika Rütten sich viele Jahre der Glasmalerei. Unter anderem in 28 Kirchen finden sich Bleiverglasungen von ihr. Seit 2012 entstehen in ihrem Atelier auch Materialbilder. Auf Leinwände, Hartfaserplatten und Pappen trägt sie Marmormehl-Spachtelmasse, Acryl-Emulsionen, Öle, Tinte, Schellack und andere Werkstoffe mehr auf. Auch organische Materialien wie Sand, Erde, Rinden, Federn und Stroh verarbeitet sie. So entstehen in Tagen oder Wochen höchst individuelle, oft plastische Werke.

„Sie bringen ihre Gefühle auf die Leinwand“, hatte Käthe Rolfink, Vorsitzende des Kreiskulturausschusses, festgestellt. Auf jeden Fall regen die Bilder die Phantasie des Betrachters an. Er wird eingeladen, sich seinen eigenen Reim auf die stets titellosen Bilder zu machen, indem er seinen Assoziationen nachspürt.

„Kunst muss zu den Menschen kommen, sie darf nicht den Museen vorbehalten sein“, unterstrich Landrat Wolfgang Spelthahn und verwies auf die vielen Mitarbeiter und die über 1000 Besucher, die Tag für Tag ins Kreishaus kommen.

Eine stattliche Auswahl der Arbeiten von Monika Rütten ist bis zum 14. Juli zu den regulären Öffnungszeiten des Kreishauses Düren auf der ersten Etage von Haus B zu sehen.