Freialdenhoven: Mittelrheinliga: Freialdenhoven verliert 2:5 in Siegburg

Freialdenhoven : Mittelrheinliga: Freialdenhoven verliert 2:5 in Siegburg

Das Hinspiel hatte Fußball-Mittelrheinligist Borussia Freialdenhoven auf eigenem Platz 5:0 gewonnen, beim Rückspiel nahm der Siegburger SV Revanche und schickte die Borussen mit 5:2 (1:2) auf die Heimreise.

Hatten die Schwarz-Weißen daheim mit einer kämpferischen Mannschaftsleistung verdient gewonnen, verloren sie diesmal aufgrund individueller Fehler und zu wenig Team-Play.

„Wir waren insgesamt gleichwertig, wenn nicht sogar besser“, zog ein ziemlich frustrierter Trainer Wilfried Hannes hinterher Bilanz. Der ärgerte sich über die Eigensinnigkeiten seiner Spieler, allen voran Pascal Schneider. Der Stürmer sah seinen gut postierten Mitspieler direkt nach dem Anpfiff nicht, aber auch nicht zu Beginn der zweiten Halbzeit, als mit einem dritten Tor die Borussia den Sack hätte zumachen können.

Stattdessen kassierte Freialdenhoven das erste Tor durch Julian Fälber (24.) und begann erst danach ein Spiel in bekanntem Stile. Die 2:1-Führung zur Halbzeit durch Tore von Kevin Kruth (28.) und Schneider (41.) war mehr als verdient.

Umso enttäuschter war Hannes, als er in der 65. Minute einen Aussetzer seines Torhüters Tobias Werres mitansehen musste, als der unter einer Flanke vorbei segelte und Markus Wipperfürth den Ausgleich besorgte. „Da haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, war Hannes‘ Ansicht.

Die Treffer drei und fünf entsprangen individueller Schwächen seiner Akteure. Beim 3:2 ließ Oskar Tkacz seinen Gegenspieler ziehen, Zakaria Harrach (69.) bedankte sich. Beim letzten Tor setzte sich Fälber (90.) gegen zwei Abwehrspieler durch, die sich nicht einig waren. Und bei Tor Nummer vier hatte das Glück die Seiten gewechselt, denn der Distanzschuss von Felix Heinz (81.) passte genau ins Toreck.

Borussia Freialdenhoven war wohl gedanklich bereits in die Sommerpause abgereist. „In der Liga musst du über die volle Distanz deine Leistung bringen. Nur 60 Minuten reicht nicht.“ Das Urteil vom Trainer war eindeutig, der Ärger steckte tief. Die Gastgeber freuten sich über die gelungene Revanche und über die drei Punkte, die für die Meisterschaft zumindest theoretisch noch von Bedeutung waren. Die Gäste vergaben die Chance, das Mittelmaß nach oben zu korrigieren.

Den Ausfall seiner Innenverteidigung wollte Trainer Wilfried Hannes auf keinen Fall für die Niederlage als Erklärung gelten lassen. „Die erste Phase war richtig gut, aber danach haben wir es aus der Hand gegeben.“

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