Freialdenhoven: Mittelrheinliga: Der Borussia gelingt ein Sieg der Leidenschaft

Freialdenhoven : Mittelrheinliga: Der Borussia gelingt ein Sieg der Leidenschaft

Einen turbulenten Nachmittag und einen verdienten Sieger durften Fans und Zuschauer mit Borussia Freialdenhoven feiern. Der erste Heimsieg, die anstehende Kirmes und eine überzeugende Leistung waren Anlass genug. Allerdings bezahlte die Borussia ihr 3:1 (0:0) gegen den TSC Euskirchen teuer mit der schweren Verletzung von Okan Dikenli.

„Die Verletzung am Knie wird ihn sicher für mehrere Wochen ausfallen lassen“, stöhnte Trainer Winnie Hannes. Es kam keine rechte Freude hinterher bei ihm auf. Dabei hatten seine Akteure den Schock in der 50. Minute deutlich schneller weggesteckt und waren dann auch durch einen verwandelten Foul-Elfmeter von Philipp Simon (72.), ein wunderbar erzieltes Kopfball-Tor durch Kevin Kruth (80.) und einen Flachschuss unter dem Euskirchener Schlussmann Joseph Grieshop (87.) in Führung gegangen.

Der Anschlusstreffer von Jan Winkler (95.), der durch einen abgefälschten Freistoß zustande kam, spielte keine Rolle mehr. Der Pechvogel dabei hieß Christian Kreutzer, den das allerdings kaum kümmerte: „Der Ball ist mir vom Unterschenkel abgesprungen und war dann auch nicht mehr haltbar.“

Der Verteidiger war erst in der Halbzeit eingewechselt worden und hatte an diesem Tag gleich doppelten Anlass zum Stolz, denn eine berufliche Prüfung ließ ihn neben den drei Punkten glücklich strahlen.

„In der ersten Halbzeit war Euskirchen uns überlegen“, gestand Kreutzer ein. „Aber in der zweiten Halbzeit haben wir das viel besser gemacht und sehr gut gekämpft.“ Dem fügte sein Trainer noch hinzu: „Das war heute ein Sieg der Leidenschaft.“

Nach der schwächeren ersten Hälfte setzte sich die Mannschaft mit dem größeren Willen durch, unterstützt von einem Schiedsrichter Daniel Meys, der sehr viel laufen ließ. Erst in der 100. Spielminute zückte der Unparteiische zum ersten Mal den gelben Karton.

„Dazu sage ich lieber nichts“, äußerte sich Trainer Hannes sehr vorsichtig. Die Partie war seiner Meinung nach kampfbetont aber nicht unfair. Dennoch hätte er auf beiden Seiten ein Eingreifen des Schiedsrichters befürwortet. Durch die Verletzungsunterbrechung erfolgte der Abpfiff erst nach 112 Minuten.

(tm)