Kultur ohne Grenzen: Mitreißende Weltmusik gegen Rechts im KuBa

Kultur ohne Grenzen : Mitreißende Weltmusik gegen Rechts im KuBa

Der Verein „Kultur ohne Grenzen“ und der Kulturbahnhof präsentieren in Zusammenarbeit mit der Stadt Jülich Djeli Kouyaté mit BLACKback und „You shall rise“ zum bundesweiten Tag des Flüchtlings und am Tag davor einen Trommelworkshop mit Karim Camara.

Mal sanft, mal Energie geladen, mitreißend und voller Überraschungen: Am Freitag, 28. September spielen Djeli Kouyaté mit BLACKback und das interkulturelle Musikensemble „You shall rise“ im KuBa ein Doppelkonzert. Es mischen sich Afrorhythmen mit Jazz und orientalischen Klängen. Beginn ist um 20 Uhr.

Bereits am Tag vorher, am Donnerstag, bietet „Kultur ohne Grenzen“ um 16 Uhr einen Trommelworkshop mit Karim Camara an. Das Konzert und der Workshop werden im Rahmen der Interkulturellen Woche angeboten. Unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ setzt sie ein Zeichen gegen Rechts.

Am Freitag, 28. September, dem bundesweiten Tag des Flüchtlings, geht es auf eine Reise durch verschiedene Musikkulturen. Heiße Beats aus Guinea erwarten das Publikum bei Djeli Kouyaté und seiner Band BLACKback. In Djelis Musik mischt sich die uralte Tradition der „Griots“ mit den neuen Sounds aus Conakry, der brodelnden Hauptstadt Guineas.

Er, der Spross einer Musikerdynastie, spielte bereits mit Daddi Cool, Momo Wandel Soumah und Les Étoiles de Boulbinet. BLACKback, das sind Afrojazz, Mamaya, Raggae und vieles mehr, was in Europa (noch) keinen Namen hat. Neben der klassischen Bandbesetzung darf man sich auf energiegeladene Perkussion, sanfte Flöte und Kalimba sowie das unglaublich virtuose Balafonspiel des Bandleaders Djeli Kouyaté freuen.

Junges Weltmusik-Ensemble

Den zweiten Teil des Konzertes gestaltet „You shall rise“, ein junges Weltmusik-Ensemble, gegründet 2015 mit geflüchteten und migrierten Musikerinnen aus Ghana, Togo, Kenia, Nigeria, Guinea, Syrien, der Türkei und Venezuela.

Sie bringen ihre „musikalischen Wurzeln“ mit in die Bühnen-Performance ein und präsentieren „Our Roots Began In Africa“: einen bunten Mix aus afrikanischen, orientalischen und westlichen Songs, die sich in keine gängige Schublade stecken lassen. Die Vereinten Nationen (UNO) nominierten „You Shall Rise” für eine internationale Konzertreihe. Der Landesmusikrat NRW zeichnete das Ensemble für sein musikalisches Engagement mit Geflüchteten aus.

Gemeinsamen Auftritt erarbeitet

Nochmal spannend wird es dann im dritten Teil des Konzertes: Im Rahmen eines geförderten Mentoring-Projekts sollen beide Musikformationen einen gemeinsamen Auftritt erarbeiten und es im Rahmen des Konzerts präsentieren. Der Eintritt kostet 14 , im Vorverkauf 11 Euro zzgl. Vorverkaufs- und Systemgebühren oder 9 Euro für Schüler und Studierende. Vorverkauf: www.kuba-juelich.de und in der Buchhandlung Fischer.

Bereits am Tag vorher, am Donnerstag, bietet „Kultur ohne Grenzen“ um 16 Uhr eine Trommelworkshop für Erwachsene im Roncalli-Haus, Stiftsherrenstraße 19, mit Karim Camara an, um mit Flüchtlingen die Rhythmen Afrikas zu erleben. Karim ist in Jülich bekannt für seine Arbeit mit Flüchtlingen. Er wurde in Conakry geboren, der Hauptstadt Guineas. Dort wuchs er in einer Musikerfamilie auf. Zunächst lernte er die Sikou (traditionelle Trommel aus Guinea), es folgten Djembe, Sabar und Basstrommel.

In Guinea schätzen die Menschen ihn seit der Veröffentlichung seines ersten Albums „Wäe Mali“, die er mit seiner Gruppe „Les Étoiles de Boulbinet“ 1997 in Guinea aufnahm. Seit 1997 gehört er zum festen Stamm der Gruppe „Mama Afrika“ und bereichert das Repertoire mit eigenen Kompositionen und traditionellen Gesängen. Für den Workshop stehen sechs Plätze zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten. Voranmeldung: kontakt@kultur-ohne-grenzen.de

Gefördert wird das Projekt durch die Friedrich Victor Rolff-Stiftung, die Hans Lamers-Stiftung und den Kreis Düren. Veranstaltet wird das Konzert von „Kultur ohne Grenzen“ und dem Kulturbahnhof in Kooperation mit der Stadt Jülich.

Mehr von Aachener Zeitung