Jülich: Mitmach-Zirkus der „Kleinen Füchse“ begeistert Familien

Jülich: Mitmach-Zirkus der „Kleinen Füchse“ begeistert Familien

Manege frei! Diese Worte haben immer noch etwas Magisches. Und das gleich einmal mehr, wenn es die eigenen Sprösslinge sind, die im Zirkusrund ihr Können präsentieren. Diese Erfahrung haben am Wochenende die Eltern der „Kleinen Füchse“ machen dürfen.

Sowohl am Freitagnachmittag als auch am Samstagmorgen zeigten Kindergarten- und Hortkinder der gleichnamigen Kindertageseinrichtung am Forschungszentrum Jülich ihre Kunststücke. Am Montagmorgen hatte der Mitmach-Zirkus Inakso sein Zelt vor der Kita aufgeschlagen. Eine ganze Woche lang haben die drei- bis sechsjährigen Kinder aus den Kindergartengruppen und auch die älteren Hortkinder dort mit den hauptberuflichen Artisten an ihrer Vorstellung gefeilt, geprobt und Kunststückchen einstudiert.

Der Lohn der Mühen: faszinierte Eltern, Geschwister, Großeltern und Erzieherinnen und begeisterter Applaus. Ob niedliche Plüschtiger, die durch vermeintlich gefährliche Feuerreifen sprangen (oder eben auf allen Vieren krabbelten) oder mutige Trapezkünstlerinnen, die sich in erstaunliche Höhen befördern ließen — die Vorstellung selbst der Kleinsten war schlicht eindrucksvoll.

Wilde Tiere, lustige Clowns

So schwebten die kleinen Mädchen tatsächlich mehrere Meter hoch unter der Zirkuskuppel, nur gehalten von den Füßen von Zirkusprofi Madeleine Lagrin. Und wie es sich für eine richtige Zirkusvorstellung gehört, waren neben wilden Tieren, tapferen Cowboys und grazilen Artistinnen auch lustige Clowns mit dabei. Mit einer gehörigen Portion schauspielerischem Talent und offensichtlicher Freude an der Sache stolperten die Jungs und Mädchen in ihren bunten Kostümen in die Manege und erfreuten ihr Publikum im Handumdrehen. Popcorn und andere Leckereien versüßten Besuchern wie Artisten die Pause — und dienten während der Projektwoche wohl auch als Belohnung für gelungene Kunststücke. So jedenfalls verriet es Zirkusdirektor Karl Lagrin augenzwinkernd nebenbei.

Seit 2010 reist die Familie Lagrin mit ihrem Mitmach-Zirkus Inakso durch die Republik und schlägt ihr Zelt an immer neuen Schulen und Kindertageseinrichtungen auf. „Echte“ Zirkuskünstler, die hauptberuflich ihr Brot in der Manege verdienen, suchen die Zuschauer hier vergebens. Die Idee hinter dem Mitmach-Zirkus lautet „Kinder für den Zirkus zu begeistern“ und zu diesem Zweck werden die Kinder selbst zu den Stars im Zirkuszelt, mit ein klein wenig Unterstützung durch die Profis.

(brs)
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