Düren: Mit „Vogelhändler” entfliehen: Operettenbühne Wien in Düren

Düren: Mit „Vogelhändler” entfliehen: Operettenbühne Wien in Düren

Freunde hochkarätiger Operettenmusik können sich im Januar auf einen Klassiker freuen. Am Montag, 9. Januar, gastiert die Operettenbühne Wien mit „Der Vogelhändler” von Carl Zeller im Haus der Stadt in Düren.

Erzählt wird die Geschichte des Vogelhändlers Adam, der zum kurfürstlichen Menageriedirektor ernannt wird. Adam ist mit der Postbotin Christel verlobt und freut sich auf ein Wiedersehen mit ihr.

Doch dann kommt es plötzlich zu Turbulenzen. Christel geht in den kurfürstlichen Jagdpavillon, weil sie den Kurfürsten bitten will, ihren Adam einzustellen, damit die beiden endlich heiraten können. Adam erfährt von Christels Besuch beim Fürsten und wird wütend, weil er denkt, die beiden hätten ein Techtelmechtel miteinander. Damit noch nicht genug, auch die Kurfürstin will ihren Gemahl als Schürzenjäger entlarven und hat sich als einfaches Bauernmädchen verkleidet. Irrungen und Wirrungen sind also vorprogrammiert.

Mit viel Natürlichkeit und volkstümlicher Frische komponierte Carl Zeller eine Operette, die 1891 uraufgeführt und in allerkürzester Zeit zum Welterfolg wurde. Die Kombination von pfälzischer Lebenslust und Tiroler Treuherzigkeit, die Klangpracht der Ensembles und die unvergessen Vogelhändler-Weisen wie „Ich bin der Pordekan”, „Kämpfe nie mit den Fraun”, „Schenkt man sich Rosen in Tirol” oder „Ich bin die Christel von der Post” begeistern das Publikum immer wieder aufs Neue.

Inszeniert hat das Stück Heinz Hellberg. Seine Inszenierung ist geprägt von einer tief verwurzelten Spielfreude ganz in der Wiener Tradition. Hellberg bringt ein Märchen auf die Bühne, das es den Konzertbesuchern ermöglicht, durch schöne Stimmen, prächtige Kostüme und die Musik die Seele baumeln zu lassen und dem Alltag zu entfliehen.