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Jülich/Arles: Mit „Giraffe” und Elan im französischen Tal

Jülich/Arles : Mit „Giraffe” und Elan im französischen Tal

Der Hilfseinsatz in Frankreich ist beendet, die Überschwemmungen sind weitgehend abgeklungen.

Zu den rund 500 deutschen Helfern zählte auch ein Trio des Technischen Hilfswerks (THW) Jülich, das wohlbehalten, erschöpft und beeindruckt zurückgekehrt ist.

Im Auftrag von Bundesinnenminister Otto Schily hatten sich die ersten Verbände in das Überschwemmungsgebiet nach Südfrankreich in Bewegung gesetzt. Mit dabei waren auch Norman Schiffer (Gruppenführer), Willy Strohbach und Markus Simons vom THW Jülich. Die französische Regierung hatte um die Unterstützung im Katastrophengebiet gebeten.

Besonders stark betroffen waren die Regionen um Arles, Avignon und Nimes. Bundesweit entsandte das THW rund 850 Helfer - davon circa 500 Hochwasserspezialisten - zur Schadensbekämpfung in das Überschwemmungsgebiet. Die Jülicher Helfer fuhren im Konvoi nach Arles und bekamen gleich den Einsatzabschnitt zugewiesen.

Arles liegt in einem trichterförmigen Talkessel. Diese Geographie ließ den Wassermassen keine weitere Abflussmöglichkeit außer dem Rhonetal. Die Helfer arbeiteten an drei Einsatzstellen im Stadtgebiet und zwei weiteren in den Nachbardepartements, um mehrere Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Talkessel zu pumpen.

Bleibende Eindrücke

Das Team aus Jülich half mit der so genannten Lichtgiraffe, um die Pumparbeiten bei der Nacht auszuleuchten. Nach nunmehr zehntägigem Einsatz kehrten die drei Jülicher am Samstagmittag zum THW-Stützpunkt Koslar zurück. Doch vor ihrer Abreise aus Frankreich zeigte sich die Bevölkerung vor Ort unendlich dankbar.

Viele Franzosen bedankten sich persönlich für die schnelle Hilfe aus dem Nachbarland. Was den Helfern besonders nahe ging, waren die vielen Bilder, die Kinder malten und den Männern schenkten. „Das ging doch schon unter die Haut”, erzählt Willy Strohbach aus seinem Seelenleben.

Die technischen Helfer aus Jülich haben an der Rhone einen bleibend guten Eindruck hinterlassen.