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Jülich: Mit „Cohen Effekt“: Kirchenklang-Reihe startet mit Thomas Haluschan

Jülich : Mit „Cohen Effekt“: Kirchenklang-Reihe startet mit Thomas Haluschan

Die Musikszene in Jülich ist um eine neue Veranstaltungsreihe reicher. In der gut besetzten Christuskirche eröffnete Veranstalterin Virginia Lisken gemeinsam mit Bürgermeister Axel Fuchs den Konzertabend. Eingeladen war Thomas Haluschan, ein Künstler aus Norddeutschland, der gerne auch wieder in seiner alten Heimatregion gastierte.

Sein Programm war dem vor wenigen Jahren verstorbenen Leonard Cohen gewidmet. Aus all seinen Schaffensperioden interpretierte der Sänger und Gitarrist gekonnt verschiedenste Songs. Unverkennbar war dabei der „Cohen Effekt“, die warme, leise und gleichzeitig leicht spröde Stimme des Sängers, der die perfekte Symbiose aus poetischen Texten und Melodie in den Mittelpunkt stellte. Seine persönliche Ausstrahlung und gekonnte Darbietung faszinierte seine Zuhörer und nahm sie völlig gefangen.

Leonard Cohen, 1934 in Montreal geboren, war Sänger, Songwriter, Schriftsteller, Dichter und Maler. In der fast 50 Jahre andauernden Karriere brachte er 14 Studioalben und einige Live-Alben heraus. Er betrachtete sich selbst als Poet. Und poetisch und melancholisch gefärbt waren auch viele Beiträge an diesem Abend.

In ihnen wurden Liebe, Religion, Tod, menschliches Leid, aber auch die Freude des Lebens angesprochen. Viele seiner bekanntesten Lieder erklangen in der Christuskirche und fanden ihren Rahmen in der Moderation von Thomas Haluschan, der das Publikum auf die Reise von Leben und Werk Leonard Cohens mitnahm. „Bird On The Wire“, „Winter Lady“, „Montreal“, „Sisters Of Mercy“, „So Long, Marianne“ und viele andere Songs begeisterten die Zuhörer.

Zur Freude des Publikums und des Sängers fungierte Virginia Lisken als kompetente Partnerin bei verschiedenen Darbietungen. Auch das sehr bekannte und viel gesungene „Hallelujah“ von beiden Künstlern gemeinsam interpretiert, durfte an diesem Abend nicht fehlen. Die tiefgründigen Texte Leonard Cohens erfuhren bei diesem Konzert große Würdigung.

Sie wurden mit viel Seele und Gefühl vorgetragen, eine Kunst die eines großen Könnens und einer persönlichen Zurückhaltung bedarf. Dies gelang Thomas Haluschan perfekt und machte gerade den Charme seines Vortrages und seine besondere Ausstrahlung aus. Auf weitere „Kirchenklang“-Konzerte darf sich der Jülicher Musikliebhaber sicher schon freuen.

(hivi)