Rudorf: Mit bis zu 50 „Sachen” im BobbyCar unterwegs

Rudorf: Mit bis zu 50 „Sachen” im BobbyCar unterwegs

Es hat sich bereits nach der ersten Veranstaltung im vergangenen Jahr rund gesprochen und zur zweiten Auflage der Rurdorf Special BobbyCar-Challenge stand für viele fest: „Da müssen wir hin”. Ob als Zuschauer oder Fahrer, für jeden ist diese Veranstaltung ein Riesenspaß.

Da werden erwachsene Männer wieder zu Kindern und Dr. Steffen Peters vom Ausrichter „Rurdorf special” bringt es auf den Punkt: „Es macht einfach Spaß. Es ist wieder wie Kindsein und man vergisst komplett, wie alt man ist.”

Doch auch die jüngsten BobbyCar-Fahrer hatten ihren Spaß. Unter den insgesamt 73 Teilnehmern dieser 2. Rennveranstaltung befanden sich immerhin 28 Kinder und neun Jugendliche. Den Rest der Fahrer bildeten Amateure, die auf Original BobbyCars den Rurdorfer Schlittenberg bis zur Rurbrücke hinuntersausten sowie eine stattliche Zahl von Fahrern, die es mittlerweile bis zur Weltelite geschafft haben. Bis zu 50 km/h schaffen sie mit ihren kleinen Gefährten, die allerdings nur noch wenig Ähnlichkeit mit den Originalen haben.

Getunte Rutscheautos

Ordentlich „getuned” hat mancher Tüftler sein Rutscheauto vor Rennbeginn. Mittlerweile gibt es sogar einen BobbyCar-Verband, der die Veranstaltung in Rurdorf unterstützte. Mit Bernd Thoma und Jean Claude Espen waren zwei Vertreter sogar aus Rheinland-Pfalz und Luxemburg angereist. Auch sie gingen mit ihren Renn-BobbyCars an den Start. Bei diesen „Profirennen”, so gaben beide zu, sei es allerdings angebracht, entsprechende Schutzkleidung zu tragen. Neben dem Helm müssen zumindest Knie- und Ellbogenschoner sein, noch besser ist Motorradkleidung. Zum Spaß starteten beide außerdem noch einmal in der Original-Klasse.

Und so ging es am Schlittenberg in Rurdorf den ganzen Nachmittag richtig rund. Im Vorfeld hatten die fleißigen Helfer von „Rurdorf special” tüchtig in die Hände spucken müssen, um die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer zu gewährleisten. Strohballen und alte Autoreifen waren am Straßenrand gestapelt worden und natürlich war auch mit Cafeteria, Getränke und Grillstand fürs leibliche Wohl bestens gesorgt. Bei fetziger Musik gings mit Hurra den Berg hinab, und die zahlreichen Zuschauer sparten nicht mit Applaus.

Umjubelt wurde auch stets das Gefährt von Pawel Kupczyk aus Rurdorf. Er hatte sein BobbyCar zur „Limousine” umgebaut und nahm so bis zu drei Passagiere mit.

Immer drei Fahrer gingen in den Altersklassen Kinder 6 bis 12 Jahre, Jugendliche 12 bis 17 Jahre und älter als 18 an den Start. Letztere wurden wiederum aufgeteilt in Original BobbyCars, Amateure und Profis. Jeweils die beiden Ersten eines Laufes qualifizierten sich für die nächste Runde und so ging es im K.O.-System, bis letztendlich die Sieger feststanden. Heiß umkämpft wurde unter diesen Voraussetzungen natürlich die Ideallinie und der eine oder andere Fahrer wurde auch schon einmal abgedrängt.

Natürlich durfte die Siegerehrung nicht fehlen und bei dieser Gelegenheit dankten die Veranstalter vor allem ihren Sponsoren. Außer Konkurrenz erhielt da Anton Muckel, der den Club in vielen Bereichen unterstützt, einen besonders großen Pokal. Und es gab natürlich auch eine „After-Race-Party”, zu der „Rurdorf special” die TributebBand „Reas-On” eingeladen hatte, die in bester Reamonn-Manier live und open air dem Publikum einheizte.