Barmen: Mit Bachs Melodien durch die Passionszeit

Barmen: Mit Bachs Melodien durch die Passionszeit

Nicht nur für Mozart oder Beethoven war Johann Sebastian Bach sowohl Vorbild als auch Inspirationsquelle. „Bei Bach denke ich häufig“, sagte einst Klaus Maria Brandauer. „Alles andere ist keine Musik, sondern eher eine Konditorei.“ Für Helmut Schmidt waren Bachs Kantaten „Jene Sprache, die unsere Seele ohne Umweg erreicht, die keinen Irrtum kennt und keine Lüge.“

Mit den Worten Schmidts eröffnete Marion Armbruster vom Overbacher Kammerchor jene Sonntagsmatinée, die unter dem Titel „Auf dem Weg — mit Bach durch die Passionszeit“ in der gut besuchten Klosterkirche erklang.

Rund 160 Gäste hatten trotz Schmuddelwetter und Grippewelle ihren Weg nach Barmen gefunden und wurden reich belohnt, als Andreas Weller (Bass), Mitglieder des Overbacher Kammerchores und Solisten des Overbacher Kammerorchesters unter Leitung von Ulrike Erdtmann die Kantate „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ von Bach aufführten. Denn Bachs Klänge, auf künstlerisch hohem Niveau vorgetragen, trotzten dem ausklingenden Winterwetter und erwärmten spürbar die Herzen des Auditoriums.

So schätzen es einige Zuhörer „dem Alltag zu entfliehen und bei hochwertiger, klassischer Musik die Akkus wieder aufzuladen und Energie zu tanken.“

Seit Jahren erfreut sich die Veranstaltungsreihe der Overbacher Sonntagsmatinéen großer Beliebtheit und darf auf einen festen Stamm musikbegeisterter Gäste bauen. Erfreulich für die Overbacher Musiker ist zudem, dass auch junge Zuhörer den Weg zur klassischen Musik finden.

Und an diesem Sonntag fand die Musik Johann Sebastian Bachs ihrerseits den direkten Weg zur Seele der Zuhörer. Mit viel Applaus bedankte sich das Publikum voller Vorfreude auf die nächste Overbacher Sonntagsmatinée in der atmosphärischen Klosterkirche.