Minikreisel in Linnich: Das Nadelöhr Bendenweg-Rurstraße ist geweitet

Nadelöhr Bendenweg/Rurstraße : Die erste Belastungsprobe für den Minikreisel

Das Nadelöhr Bendenweg/Rurstraße ist nach den Bauarbeiten wieder geweitet. Auch in den Bereichen der Schulen wurden die baulichen Veränderungen in der Ferien fast komplett abgeschlossen. Weitere Arbeiten stehen außerdem an, erst gibt es aber Bauferien.

Zumindest im Linnicher Bendenweg wurden die Sommerferien gut genutzt, um die dort anstehenden Arbeiten im Umfeld der Schulen ungestört und vor allem nicht störend auszuführen. Mit Schulbeginn konnte fast kompletter Vollzug gemeldet werden. Der Gehweg vor der Grundschule, der Kindertagestätte Bachpiraten und dem ehemaligen Hauptschulgebäude ist verbreitert, die Bushaltestelle aufgewertet und die Bodenwellen im Fahrbahnbereich sind spürbar auf eine angenehmere Höhe abgesenkt worden.

Lediglich das Drängelgitter vor der Grundschule wird erst in dieser Woche installiert, wie Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker (SPD) den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in seiner jüngsten Sitzung informierte. In Absprache mit der Schulleiterin wird der nicht abgegitterte Bereich so lange stärker beaufsichtigt, um die Unfallgefahr zu minimieren. Ebenfalls noch zu eledigen sind die Arbeiten am Gehweg zwischen ehemaligen Realschule und der Einmündung Mäusgasse.

Für viele Linnicher augenfälliger als die gestalterischen Maßnahmen im Bereich der Schulen ist der Einmündungsbereich Rurstraße/Bendenweg. Dort hat der neu angelegte Kreisverkehr seine Feuertaufe und Belastungsprobe bereits bestanden. Mit der Fertigstellung dieses Minikreisels wird auch die innerstädtische Durchfahrtsroute wieder geöffnet. Vom Bendenweg wird der Verkehr durch den Ewartsweg, die Hubertusstraße und die Rurallee zur Heinrich-Weitz-Brücke geführt. Die Einbahnstraßeregelung vom Glasmalerei-Museum bis zum Ewartsweg bleibt nach wie vor bestehen. Das heißt: Vom Ewartsweg Richtung Glasmalerei-Museum geht’s nur zu Fuß oder höchstens per Rad.

In dieser Woche beginnen ebenfalls die Arbeiten im 4. Bauabschnitt der Rurstraße von der Einmündung Bendenweg Richtung Heinrich-Weitz-Brücke. Geschäftige Betriebsamkeit wird man freilich nicht beobachten können. Überraschend, so die Bürgermeisterin, habe die Baufirma mitgeteilt, dass die Arbeitskolonne vom 9. bis 20. September in Bauferien gehen werde. Überraschend deswegen, da von Bauferien zuvor nicht die Rede gewesen sei.

 Das Integrierte Handlungskonzept (IHK) beschäftigte den Ausschuss im Sitzungsverlauf ein weiteres Mal. Ohne Gegenstimme wurde das Paket der Maßnahmen, die im kommenden Jahr angepackt werden sollen, zur Beschlussfassung dem Stadtrat empfohlen. Der Maßnahmenkatalog muss der Bezirksregierung bis Ende September vorgelegt werden, um in den Genuss der Mittel aus der Städtebauförderung für 2020 zu kommen. Fünf Einzelprojekte stehen auf dem „Bauplan“. Zum einen ist es die Umgestaltung der Rurdorfer Straße. Sie ist zweigeteilt in den Abschnitt zwischen Wilhelm-Busch-Straße bis Rathaus sowie in den Abschnitt Rathaus bis Löffelstraße. Die dritte Maßnahme ist die Aufwertung der Kirschstraße, die Teil des innerstädtischen Kreisels ist. Zur Baustelle wird ebenfalls das Weyergässchen zwischen Rurstraße und Mäusgasse. Und im letzten Förderantrag für 2020 geht es um punktuelle Maßnahmen auf der Brachelener Straße (K14).

Alle fünf Bauprojekte werden gleichzeitig genutzt, um Leerrohre für das digitale Hochgeschwindigkeitsnetz (DigiNetzG) zu legen. Die Kosten dafür – 150.790 Euro – sind allerdings nicht Bestandteil des IHK-Pakets. Diese Mittel muss die Stadt separat im Haushalt 2020 einplanen.

(ojo)
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