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Jülich: Mini-Mannschafts-WM vor dem Fest

Jülich : Mini-Mannschafts-WM vor dem Fest

Ein Traumfeld gibt sich beim Simex-Cup um die Deutsche Pokalmeisterschaft in der Herzogstadt ein sportliches Stelldichein. 30 Tischtennis-Weltklasse-Spieler sind an drei Tagen in der Nordhalle zu Gast.

Zum zweiten Mal holt der Namensgeber und Importeur spritzig-klarer Produkte die Endrunde um die Deutsche Pokalmeisterschaft in die Herzogstadt.

Vom 17. bis zum 19. Dezember steigt in der Nordhalle eine Art Mini-Mannschafts-WM mit Superstars und ambitionierten Außenseitern.

In die letzte Katagorie gehört ohne Zweifel Gastgeber SIG Combibloc Jülich/Hoengen, der anders als 2002 diesmal nicht draußen bleibt, sondern wenigstens im Viertelfinale am Start ist.

Seit der Vorausscheidung Anfang der Woche ist das Feld mit acht Mannschaften komplett und spiegelt praktisch die Wunschliste von Ehrenpräsident Arnold Beginn wider.

Zuletzt sprangen Würzburg und Plüderhausen (mit Waldner und Persson) auf den Zug. Genau auf diese Star-Truppe aus Süddeutschland trifft Jülich/Hoengen im dritten Viertelfinale am Freitag, 17. Dezember.

„Wenn man dieses Starterfeld bei einem Einladungsturnier verpflichten wollte, würde das jeden finanziellen Rahmen sprengen. Alle, die bei uns an den Start gehen, gehören zu den besten 80 der Weltrangliste, mindestens zwei Spieler zu den Top 5”, jubelt Beginn über das Aufgebot.

Auf Wunsch des Hauptsponsors bleibt der Wettbewerb in Jülich. „Simex sagt ,Wir sind ein Jülicher Unternehmen und tragen das Turnier für unsere Stadt aus. Deshalb gehen wir auch nicht in die große Halle nach Düren, obwohl man uns da gern gesehen hätte”, verriet Beginn.

Zudem ist das Turnier dem Gedächtnis der früheren Simex-Chefin Wilma Savelsberg gewidmet.

„Meine Großmutter hat viel für den TTC getan. Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, dieses Highlight nach Jülich zu holen”, erklärte Enkel und Simex-Repräsentant Jürgen Gockel.

Der Verein selbst trägt kein Risiko, fungiert „nur” als Ausrichter. Das Jülicher Unternehmen ist Sponsor, die Beginn-Sportwerbung hält die Rechte und steht letztlich gerade.

Unter den acht Teams werden 20.000 Euro Preisgelder ausgespielt; allein dem Gewinner winken 8000 Euro.

Schirmherr der Veranstaltung, für die Eintrittskarten sehr begehrt sein werden, ist Josef Friedel, Geschäftsführer der Stadtwerke Jülich GmbH und seit Jahren dem Verein verbunden.

„Ich sehe Parallelen, denn sowohl die Tischtennis-Mannschaft als auch die Stadtwerke sind sehr erfolgreich für Jülich tätig”, sagte der Chef des Versorgungsunternehmens. Außerdem: „Wir verkaufen Energie - und die wünsche ich auch dem Team für die Aufgabe im Pokal.”

Letztlich steuert auch die Stadt ihr Scherflein bei, um eine der größten deutschen Sportveranstaltungen vor dem Jahresende auszurichten. So sind die Handwerker bereits dabei, notwendige Reparaturen in der Halle vorzunehmen.

Großes Interesse hat unterdessen auch die ARD signalisiert, die den Event im Rahmen der „Sportschau” übertragen könnte.

„Das entscheidet sich aber erst kurzfristig”, weiß der Ehrenpräsident, der gestern auch über den Stand der Personalverhandlungen informierte.