Eine Welt der Formen: Mehr Scheinwerfer, mehr Interaktion bei „Herbstlichter im Park“

Eine Welt der Formen : Mehr Scheinwerfer, mehr Interaktion bei „Herbstlichter im Park“

Wurde der Brückenkopf-Park im vergangenen Jahr von Drachen, Märchen- und Fabelwesen bevölkert, sollen die „Herbstlichter“ in diesem Jahr etwas abstrakter werden: 36 etwa 1,20 Meter hohe Würfel verstreut Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld im Stadtgarten, unter dem Pavillon wird das Licht über eine vier Meter große Kugel laufen.

Auf dem Stichweg am Kletterturm laufen die Besucher über einen „Walk of Light“: Zwischen 40 am Boden installierten Scheinwerfern schreitet man durch das gesamte Farbspektrum. Die „Herbstlichter“ werden aber auch interaktiver: Ein riesiges Lichtlabyrinth haben Flammersfeld und sein Team bereits aufgebaut. Rund 100 Scheinwerfer werden dem Besucher den Weg leuchten oder ihn in die Irre führen. Erste Tests in der Dunkelheit stellen den Lichtkünstler zufrieden: „Das Labyrinth sieht ziemlich heftig aus“, sagt er lachend. An der Süd-Bastion können die Besucher dann sogar selbst die Beleuchtung beeinflussen. Acht Lichtfelder können hier angesteuert werden.

Wie im Vorjahr sind Videoprojektionen ein wichtiges Gestaltungselement im illuminierten Park. In der Bastion wird es viel rund um den Menschen zu entdecken geben. Auch an der Außenmauer der Bastion und an der Zoomauer sind Projektionen zu sehen. Anders als im vergangenen Jahr, als am Ort der Stille alles in schwarz und weiß gehalten war, soll es hier diesmal bunter werden, verspricht Flammersfeld.

Ein ganzer Schwung neuer Scheinwerfer soll die gewohnt hohe Qualität der Lichtkunst im Brückenkopf-Park erhalten beziehungsweise im besten Fall noch übertreffen. Die Besucher können sich also auf ein noch größeres Spektakel gefasst machen, als von den Herbstlichtern gewohnt, verspricht Flammersfeld: „Die neuen Scheinwerfer machen extrem schönes Licht. Insgesamt haben wir nun mehr Beleuchtung als je zuvor.“

An noch mehr Stellen sind auf dem Rundgang durch den Park also kleine und große Objekte zu entdecken — zum Beispiel eine überdimensionale Glühbirne im Busch. Am 31. Oktober wird die Stimmung im Park ganz besonders mystisch: An drei Stationen entlang des Rundgangs werden für die kleinen Gäste Halloween-Aktionen aufgebaut. Zwar versetzen Nebel, Spinnen und Musik in die richtige Grusel-Stimmung, fürchten soll sich aber niemand. Bei kindgerechten Aktionen können Gespenster gebastelt werden oder die jungen Spaziergänger sich mit Hilfe von Schminke selbst in gruselige Monster verwandeln. Alle Aktionen sollen dabei nur so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass sie gut in den Spaziergang der ganzen Familie passen.

Ein bisschen märchenhaft wird es dann aber auch bei den diesjährigen Herbstlichtern: Die einzelnen Würfel der Installation im Stadtgarten werden im Rhythmus von Tschaikowskys „Dornröschenwalzer“ erleuchten und erlöschen.

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