Jülich: Medizinisches Leistungsspektrum festigen und erweitern

Jülich: Medizinisches Leistungsspektrum festigen und erweitern

Neuer Chefarzt der Abteilung für Chirurgie, Unfallchirurgie und Viszeralchirurgie am St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich ist seit dem 1. April Dr. med. Klaus Hindrichs, 52.

„Er wird unsere Abteilung mit seinem Wissen und seinem Können weiterentwickeln und profilieren”, waren sich Gábor Szük, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West, und Renardo Schiffer, kaufmännischer Direktor des Krankenhauses einig. Am 26. Mai wird Hindrichs offiziell vorgestellt in der Blumenhalle der Südbastion im Brückenkopf-Park Jülich.

Hindrichs ist verheiratet und hat drei Töchter. Vor und während seines Studiums hat er als Krankenpfleger gearbeitet und wurde zum Rettungssanitäter ausgebildet. Nach der Approbation 1989 arbeitete er als chirurgischer Assistent im Bergischen Land und in Hagen, wo er den Facharzt für Chirurgie und die Zusatzbezeichnung Unfallchirurgie erwarb. Auch erlangte er die Qualifikation zum Leitenden Notarzt.

Qualitätsmanager

Im Klinikum Lüdenscheid, wo er die Zusatzbezeichnung Arzt für Viszeralchirurgie erwarb, arbeitete er als Oberarzt. Im Westerwald und in der Eifel beendete er die Ausbildung zum Qualitätsmanager im Gesundheitswesen.

Hindrichs sagte, dass er in ein „zukunftsorientiertes Haus” gewechselt sei und würdigte die geleistete Arbeit in Jülich. „Bei allen Änderungen und Neuerungen möchten meine Oberärzte und ich das vorhandene, inklusive der Chirurgie der Krampfadern, festigen und ausbauen.” Er will das chirurgische Leistungsspektrum in St. Elisabeth ausbauen und dazu auch niedergelassene Ärzte aus Jülich und Umland eng einbinden.

Mit der minimal invasiven Chirurgie im Bauchraum werden zukünftig vermehrt Bauchwandbrüche wie Narbenbrüche und Leistenbrüche in der Schlüssellochtechnik durchgeführt. Auch werden vermehrt alle operativ zu behandelnden Erkrankungen der Schilddrüse durchgeführt.

Für die klassisch offenen Operationstechniken wird zum bestehenden Spektrum die Leberchirurgie eingeführt. Bislang konnte er so vielen Tumor-Patienten eine Verbesserung der Behandlungsprognose herbeigeführt werden, so das Krankenhaus. In dieses Behandlungssystem fallen Nachbehandlungen und Portanlagen bei Tumorbehandlungen. Die technischen Voraussetzungen sind in Jülich gegeben. Bei Erkrankungen des Enddarms, führt Hindrichs und sein Team alle technisch etablierten Verfahren, spezielle Klammernahttechniken, durch. In der Unfallchirurgie/Orthopädie soll der Gelenkersatz im Hüftgelenk etabliert werden.

Ein zunehmendes Augenmerk will Hindrichs auf die Versorgung unfallverletzter Patienten richten. Ähnlich, wie bereits bei Operationen des Fußes oder Gelenkspiegelungen, werden zunehmend ambulante Operationen angeboten. Arbeits- und Berufsunfälle werden 24-stündig in der Ambulanz versorgt und weiter behandelt.

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