Linnich: Matinee für Liebhaber von Oper und Operette

Linnich: Matinee für Liebhaber von Oper und Operette

In die Welt der Oper und Operette entführt die Sonntagsmatinee im Deutschen Glasmalereimuseum Linnich am Sonntag, 10. September, ab 11.30 Uhr im Rahmen des Linnicher Kultursommers.

Bekannte Stücke von Felix Mendelsohn Bartholdy („Ich wollt‘ meine Lieb‘ ergösse sich“, Abschiedslied der Zugvögel), Robert Schumann („Wenn ich ein Vöglein wär’“, „Herbstlied“, „An den Abendstern“), Franz Liszt („Die Loreley“), Clara Schumann („Lorelei“) sind zu hören.

Nach der Pause, in der sich die Gäste bei Getränken erfrischen können, geht es weiter mit Wolfgang Amadeus Mozart (aus „Die Hochzeit des Figaro“, Duett zwischen Marcellina und Susanna „Via resti servita“, aus „Idomeneo“, Arie der Ilia „Zeffiretti lusinghieri“), Engelbert Humperdinck (aus „Hänsel und Gretel“, Arie der Knusperhexe „Der Lümmel schläft ja“), Otto Nicolai (aus „Die lustigen Weiber von Windsor“, Arie der Anna Reich „Wohl denn, gefasst ist der Entschluss“) und Jacques Offenbach (aus „Hoffmanns Erzählungen“, „Barkarole“).

Der Pianist Tobias Koltun wird mit der Aachener Altistin Eva Nesselrath und der Sopranistin Maria Euna Park diese wunderschönen Stücke vortragen.

Der Eintritt zur Matinee ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Tobias Koltun, 1986 in Köln geboren, ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe. Zwischen 2005 und 2010 studierte er in den Klavierklassen von Prof. Vassily Lobanov und Prof. Sheila Arnold an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Verschiedene Meisterkurse gaben ihm für seine künstlerische Entwicklung wichtige Impulse.

Ausschlaggebend für seine berufliche Tätigkeit als Liedbegleiter wurden die Erfahrungen, die er als Korrepetitor zahlreicher Gesangsklassen sammelte. Im Anschluss an sein Klavierstudium erweiterte er seine berufliche Qualifikation in einem Masterstudium im Fach Liedbegleitung, das er mit Auszeichnung abschloss. Seit Oktober 2013 ist Tobias Koltun Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Die Aachener Altistin Eva Nesselrath studierte zunächst Klavier und Musikwissenschaften. Ihr Gesangsstudium bei Prof. Claudia Kunz-Eisenlohr und Kammersängerin Dalia Schaechter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln absolvierte sie mit Auszeichnung. Im Konzertfach wird sie von Ingeborg Danz betreut. Auf der Opernbühne war sie am Theater Aachen und beim Tamis-Musikfestival als Goffredo in G. F. Händels Rinaldo zu sehen. Im Frühjahr debütierte sie als Knusperhexe in Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“, in der Spielzeit 2017/18 wird sie erneut am Theater Aachen zu erleben sein.

Oratorien-Konzerte beinhalteten unter anderem Johann Sebastian Bachs Matthäus- und Johannes-Passion, sein Weihnachtsoratorium, Pergoliesis „Stabat Mater“, Rossinis „Petite Messe Solenelle“, Beethovens „Missa Solemnis“. Ihr Repertoire reicht von Werken der Alten Musik bis zur zeitgenössischen Literatur, sie ist regelmäßig Solistin bei Uraufführungen und arbeitete mit Komponisten wie Wolfgang Rihm. Konzerte führten sie in den Kölner und Altenberger Dom sowie ins europäische Ausland.

Die Sopranistin Maria-Eunju Park wurde 1990 in Berlin geboren und wuchs in der ostfriesischen Stadt Norden auf. Schon im Kindesalter erhielt sie Geigenunterricht und sammelte die ersten musikalischen Erfahrungen im Chor ihres Vaters. Nach dem Abitur studierte sie Musikwissenschaften an der Universität Hamburg und bereitete sich auf die Aufnahmeprüfung für klassischen Gesang vor.Sie begann ihr Musikstudium im Oktober 2010 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, im Standort Aachen. Im Juli 2016 schloss Sie ihr Masterstudium mit dem Schwerpunkt Oper ab.

Zu ihrer künstlerischen Ausbildung trugen Meisterkurse und Unterrichtsstunden bei Luana De Vol, Thomas Quasthoff, Ulrich Eisenlohr, Anne Schwanewilms, Norma Sharp und vielen weiteren bei. Neben zahlreichen Konzerten als Solistin im In- und Ausland ist die junge Sopranistin regelmäßig auf der Opernbühne zu erleben. Zuletzt sang sie die „Governess“ in Brittens „The Turn of the Screw“, „Arminda“ in Mozarts „La finta giardiniera“ und „Karolka“ in Leoš Janáeks „Jenufa“. Maria-Eunju Park ist seit 2013 Mitglied des Landesjugendchors NRW und erhielt diverse Stipendien, unter anderem von den Holzhauser Musiktagen (2012), dem Roundtable Aachen (2013/14) und der Richard Wagner Stiftung (2017).

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