Mandolinenorchester Koslar mit Herbstkonzert in der Schlosskapelle

Herbstkonzert in der Schlosskapelle : Von Miss Marple bis zu den Beatles

„Kings and Queens“ – so lautet in diesem Jahr das Motto des Mandolinen-Orchesters Koslar, die wieder zum Herbstkonzert in die Jülicher Schlosskapelle einladen.

Am Sonntag, 24. November, um 18 Uhr, begrüßt das Orchester unter der Leitung von Stephan Hebeler sein Publikum zu einem besonderen musikalischen Genuss. Zum zweiten Mal kann man das Konzert als Cross-Over bezeichnen, das heißt unterschiedliche Stile werden unter einem Motto vermischt, von Klassik bis Rock.

Im ersten Teil wenden sich die Musiker zunächst dem Barock zu. Einer der Könige dieses Musikzeitalters war ohne Zweifel der deutsch-britische Komponist Georg Friedrich Händel, dessen künstlerisches Schaffen sich auf alle musikalischen Genres seiner Zeit erstreckte. Er gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Geschichte. Seine Wassermusik ist weithin bekannt. Damals untermalte sie eine Lustfahrt des englischen Königs Georg I. am 17. Juli 1717 auf der Themse, heute ist sie die Eröffnung eines vielseitigen Konzertprogramms.

Eine musikalische Brücke vom Spätbarock zur Klassik schuf der Wiener Komponist Matthias Georg Monn, der genau in dem Jahr geboren wurde, in dem die Wassermusik uraufgeführt wurde. Man weiß eigentlich sehr wenig von ihm, da er stets im Schatten großer Namen stand. Trotzdem zeigen ihn seine Werke als erfindungsreichen Meister, vor allem im Bereich der Instrumentalmusik. Seine Sinfonia à 4 in G-Dur soll hierfür ein klingendes Beispiel sein.

Gibt es eine Queen der Kriminalgeschichte? Diese Frage lässt sich zweifelsfrei beantworten, hat doch Miss Marple die Fernsehzuschauer immer wieder mit ihren skurrilen Methoden und geschickten Schachzügen in ihren Bann gezogen. Eindeutig gehört sie also in die Reihe der Queens and Kings – musikalisch schnell identifizierbar durch die weltbekannte Titelmelodie „Murder, She said“ von Rod Goodwin, die gleichzeitig den Abschluss des ersten Konzertteils bildet.

Der Cross-Over-Gedanke, bereits durch Miss Marple eingeläutet, nimmt im zweiten Teil richtig Fahrt auf. Vom Rock’n‘Roll inspiriert zieht zu Beginn der 60er Jahre die Beatmusik eine ganze Generation in ihren Bann. Die Könige dieser Zeit, die diesen Stil maßgeblich mitgestalteten, waren die Beatles. Ihre Musik wird bis heute von vielen Musikern und Wissenschaftlern analysiert, die ihnen ein hohes Maß an Genialität bescheinigen. Darum gibt es wohl keine Instrumentengattung, die diesem Einfallsreichtum nicht Tribut gezollt hätte. Grund genug also, sich auch im Zupforchester mit einigen Werken auseinanderzusetzen. Nach „Help“ und einem Medley kommt dann wie im Vorjahr die große Stunde des Konzertmeisters René Jonas. Mit großem Können wird er bei Octopus’ Garden den Sound der E-Gitarre in das Orchester integrieren. Diese Konstellation bietet sich natürlich geradezu an, sich einem weiteren herausragenden Werk der Popularmusik zu widmen. Hier ist der Name der Gruppe bereits Bestandteil des Mottos.

Queen ist eine 1970 gegründete britische Rockband, die just also in dem Jahr ihren Anfang nahm, als sich die Beatles trennten Die Musik der Gruppe ist durch große stilistische Vielfalt gekennzeichnet, und alle Bandmitglieder waren wesentlich am Songwriting beteiligt. Herausragend ist sicherlich die Mercury-Komposition Bohemian Rhapsody. Sie belegte sowohl 1975 als auch 1991 viele Wochen lang die Spitze der britischen Singlecharts. Dieser Titel, der Ballade und operettenhaft überzeichnete Gesangskapriolen sowie Hardrock in einem Song vereint, war im vergangenen Jahr Grundlage eines mehrfach ausgezeichneten Films. René Jonas (E-Gitarre), Alissa Jonas (E-Bass) und das Koslarer Zupforchester wollen mit diesem Werk ihr diesjähriges Konzert krönen.

Das Publikum erwartet wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm mit vielen Höhepunkten und mit einer bemerkenswerten Vielfalt im Repertoire. Der Kartenvorverkauf läuft über die Mitglieder des Orchesters. Telefonische Bestellungen können unter der Nummer 02461/55504 oder per E-Mail an info@mandolinen-orchester-koslar.de aufgegeben werden.

www.mandolinen-orchester-koslar.de